Seit der Revolution in Timisoara 1989 beginnt die rumänisch-orthodoxe Kirche , sie ist auch in der Schweiz vertreten, ihr "Territorium" zurück zu gewinnen. Sie leitet den Rückhalt, den sie in der in der Bevölkerung geniesst, als Legitimation für eine religiöse Vormachtstellung ab.

Die Kirche geriet während der kommunistischer Zeit wegen ihrer Treue zum Staat in Misskredit. Heute will sie als einzige Institution die nationalen Traditionen und Werte ihren Zwecken entsprechend verwalten. Opposition gegen die sukzessive Klerikalisierung in Rumänien findet kein grosses Gehör.

Rumänisch-orthodoxe Kathedrale von Timisoara
(Foto Karl Lux; Banater Schwaben-Donauschwaben)
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Auch hier ist es den Steinmetzen gelungen, mit Steinen Stille zu schaffen
(nach Antoine de Saint Exupéry)

Die rumänisch-orthodoxe Kirche verurteilt die Übersetzung der "Satanischen Verse" von Salman Rushdie. Und nennt sie Gotteslästerung. Lesen Sie weiter bei "Die Tageszeitung", taz.de; William Totok: "Klerikale Verschwörung."

 

Dass die rumänisch-orthodoxe Kirche zunehmend ideologischen Einfluss auf die rumänische Gesellschaft ausübt, hat William Totok im Artikel "Bruderzwist in der Kirche" schon 1995 beschrieben.