Schöpferische Zerstörung von KMU's? Guru wartet auf Konsolidierung

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Das gilt auch für Banken - hätte für Banken wie für Investmentbanken schon immer gegolten. Nun zieht man die Schraube gegenüber der "Realwirtschaft" an - in einer Zeit, wo Banken Staatskrücken verlangen und dem viel gelobten Markt den Rücken kehren, nur um nicht zu verrecken.
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Es wäre zu überlegen, ob der Staat hier ähnlich wie bei der Exportrisikogarantie noch Pfeile im Köcher hat! Wie soll die Wirtschaft funktionieren, wenn die Geldinstitute eine "kollektive Lähmung" indizieren? Konsolidierten grossen Industriebetrieben wirft man das Geld halb gratis nach. Die kleinen, kreativen und oft äusserst innovativen Betriebe müssen neben einer allgemeinen Mehrleistung nun auch noch eine höhere Kreditkröte schlucken.

Hat die SNB die Zinse nur zu Gunsten der (Gross-) Banken gesenkt? Wenn die MwSt oder die ALV leicht angehoben werden müsste, dann wird sofort der gefährdete Industriestandort vorgeschoben und mit Abwanderung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer gedroht. Verschärfung des Kreditwesens ist jedoch kein Thema. Wo schauen die

"(...) Die Banken, ergänzt Suters Unternehmenspartner Heinz Nater. hätten bei Refinanzierungen «die Schraube angezogen». Sie würden gegenüber den Kreditnehmern «viel fordernder und kritischer» auftreten, verlangten detailliertere Informationen, hinterfragten diese stärker und nähmen die Ist- und Sollzahlen zum Geschäftsgang genauer unter die Lupe. Bei grösseren Vorhaben – zum Beispiel der Anschaffung einer neuen Produktionsanlage oder der Erschliessung eines neuen Marktes – bestehen Banken nach Beobachtungen der Advaris-Partner inzwischen darauf, dass sich die Unternehmen bis zur Hälfte mit Eigenkapital an den Projektkosten beteiligen. Und immer öfter bekommen die Kreditnehmer Hausaufgaben mit auf den Weg: «Legen Sie uns ein Szenario mit 30 Prozent weniger Umsatz vor.» Mehr: Tagi - ...Firmen bekommen kaum mehr Kredit...

Wer als Pyramidenkletterer in einem Umfeld von Privilegien mit recht bedeutsamen und immer verfeinerten Belohnungen in Form von Titeln, Gehalt, Rückstellungen, Nebenbezügen, steuerfreien Spesenpauschalen sowie luxuriösen Büroausstattung tätig ist, muss sich absichern, um nichts zu verlieren. Man kann sich dort vermutlich nicht vortellen, was wäre, wenn das gesamte Finanzvolumen um 30% schrumpfen würde (was es muss, um die geplatzte Blase zu kompensieren)! Solange die Eigeninteressen in den Etagen der Finanzinstitute vor dem Betriebsinteresse steht, wird man mit diesem Systemfehler leben müssen.

Schöpferische Zerstörung kann auch missverstanden sein! Die Gefahr von Destruktivität liegt nicht weit! Wer trägt Verantwortung für die Folgen und wer die Folgen?

«Wir bedauern zutiefst, für unsere Mitarbeitenden keine andere Lösung gefunden zu habe», sagt Alexander Pfeifer, Verwaltungsratspräsident der Stewo. «Die von uns erarbeitete Lösung wurde in der gegenwärtigen Situation auf den Finanzmärkten weder von unserer Hausbank noch von der Hausbank der Käufer mitgetragen.» Mehr in der Luzerner Neuen Zeitung: ...Wolhuser STEWO stellt Betrieb ein...

Solches werden wir vermehrt zu lesen und zu spüren bekommen.

"(...) «Gerade den Banken, welche die aktuelle Finanzkrise zum grössten Teil mitverursacht haben und nun auf staatliche Hilfe angewiesen sind, stünde es gut an, alles zu tun, um Arbeitsplätze in der Realwirtschaft zu retten.» ...SYNA kritisiert Banken scharf... (Zisch)

Bald werden wir es mit einem Firmen-Pleiten-Rekord zu tun haben! Es wäre zu einfach, den Banken die Schuld dazu in die Schuhe zu schieben. Schliesslich tragen die Unternehmensleitungen die Hauptverantwortung. Missmanagement kann man nicht mit der Finanzkrise an die Wand reden.

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Ausgepowert? 01.12.2008 08:30

US Konsum - "Black Friday" Verkäufe entgegen allen Erwartungen plus 3pc gemäss ersten Erhebungen. Aber Fluglinien minus 10pc. Das ist starker Rückgang.

Swiss Re - Prämien lassen sich bei der verunsicherten Wirtschaftslage gut erhöhen. Erhöhter Prämieneingang Kompensation für weniger Kapitalgewinne an der Börse. CEO recht zuversichtlich! Wall Street Journal hingegen hat kritischen Artikel zur "verfehlten" Risikopolitik der Swiss Re.

ABB - Chef von Grüningen hat Aktien gekauft und wird weiter kaufen.

UBS - die Anzeichen mehren sich, dass die UBS gegenüber Amerika das Bankgeheimnis fallen lässt. Vertrauensschwund wird weltweit wirken. Da nützen ein paar PR-Gags in der Schweiz wenig...

Optionen - neue Woche, neuer Start. Noch kein klarer Trend. Vorbörslich nichts los.

Tendenz - kurzfristig optimistisch, aber die Probleme an der Wirtschaftsfront häufen sich. Börse müsste jetziges Niveau dringend konsolidieren.

Mehr unter: cash Guru

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