Gewerkschaftsbund fordert mehr Kontrollen gegen Lohndumping

Rechsteiner ortet Handlungsbedarf
[Bild: Keystone]
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert doppelt so viele Kontrollen bei den Arbeitgebern wegen Lohndumpings. Die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit würden nur ungenügend umgesetzt.

[sda] - SGB-Präsident Paul Rechsteiner ortete vor den Medien in Bern einen grossen Handlungsbedarf im Hinblick auf die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien.

Der Gewerkschaftsbund habe 2007 feststellen müssen, dass einige Kantone auf weniger Kontrollen gedrängt hätten. Dies zeige, dass die Kontrollen noch ungenügend abgesichert seien.

Der SGB fordert deshalb eine Verdoppelung der Lohnkontrollen auf 20 000 pro Jahr. Diese Zahl müsse verbindlich festgelegt werden. Auch dürfe es für Arbeitgeber, die Lohndumping betrieben, keine Verwarnungen mehr geben. Deren Wirkung sei gering. Stattdessen müssten Bussen verhängt werden.

Positiv wertet der SGB die Einigung auf dem Bau. Jetzt müsse der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bis Ende Januar von allen Verbänden ratifiziert und danach rasch für verbindlich erklärt werden. Nur so könne der GAV seine Wirkung im Kampf gegen das Lohndumping entfalten.

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Der SGB müsste auch daran interessiert sein, dass RO und BG dafür sorgen, dass die Romas im eigenen Land nicht diskriminiert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass diese auf elegante Weise "exportiert" werden. Ländern, deren Wirtschaft zu boomen beginnt, wie oft zu hören ist, würde dies sehr schlecht anstehen. Das Problem wird somit nicht gelöst, sondern anderen zugeschoben. Damit kämen aber, so sicher wie das Amen in der Kirche, die Sozialwerke zum Handkuss...! Das darf auf keinen Fall eintreffen.