"(...) Die vom World Wide Web hervorgerufene Verbreitung und Beschleunigung von Gedanken, Ideologien und Meinungen haben die Themen «Rassismus» und «Antirassismus » zwar nicht im Inhalt verändert, aber deren Intensität in Zeit und Raum vervielfältigt. Die prinzipielle Herausforderung des Internets – sowohl in gesellschaftlicher als auch juristischer Hinsicht – ist die Enthemmung der Meinungsfreiheit. Was vorher nur verbal geäussert oder in geschlossenen und privaten Zirkeln herumgezeigt wurde, steht nun öffentlich zugänglich auf dem Netz. Mehrere Artikel in diesem TANGRAM (Nr. 21) befassen sich u. a. mit dieser Entgrenzung und definieren Rahmenbedingungen der Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter.

... Die Meinungen würden dort in „eruptiver Spontaneität und Geschwindigkeit“, oft ungefiltert und anonym, niedergeschrieben ...

Die Aussage betrifft nicht nur den Rassismus! Ist gefilterte Freiheit noch Freiheit? Die Frage sei gestattet: Wer soll was, wie und wann filtern? Enthemmte Meinungsfreiheit bedeutet deblockierte Meinungsfreiheit. Aus welchem Anlass soll die Meinungsfreiheit gehemmt, blockiert und zuletzt schliesslich unterdrückt und verboten werden?

Freiheit lässt sich nicht eingrenzen, sonst ist sie keine Freiheit mehr!

Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten (Bundesverfassung, Art. 16, Abs.2).

Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten. (Bundesverfassung, Art. 16, Abs.3).

Viele einflussreiche und machtgierige Menschen versuchten schon seit eh und je , ihre Dominanz mittels Wissensvorsprung oder mittels gezielter (gefilterter, unterdrückter, verzerrter, verfälschter) Weitergabe von Wissen für eigene Zwecke zu missbrauchen. Wir erleben es doch fast täglich, dass wir mit Halb- und Unwahrheiten konfrontiert werden. Medien missbrauchen die Macht genau so wie Politiker, Dorfkönige, Wissenschaftler für oder gegen eine Sache (Tabakindustrie, Atomlobby) usw. Wenn dem Individuum heute bessere Informationsmittel und -quellen zur Verfügung stehen, so ist das nicht weniger als recht. Wer soll sich vor einem Blog ängstigen? Wenn ein paar oder mehrere hundert Leser registriert werden, so entspricht dies doch eher einem etwas grösseren Stammtisch. Wird berücksichtigt, dass dieser Stammtisch noch auf verschiedene Länder aufgeteilt wird, so relativiert sich die Angelegenheit. Was kann daran bedenklich sein?

Falls die Grundsätze betreffend Rassismus verletzt werden und damit Unrecht geschaffen wurde, ist dem mit geeigneten Massnahmen zu begegnen. Mit „Filterung“ eines Grundrechts begeht man jedoch Unrecht. Adressaten von Informationen sind als Staatsbürger zu betrachten, nicht als Konsumenten!

Das sieht man andernorts ähnlich:

 

"(...) Meine Damen und Herren,
das Internet ist eine Chance für die Demokratie. Es wird schwieriger für diejenigen, die Informationen unterdrücken wollen – seien es Informationen über staatliche Gewalt, über Umweltschäden oder über politische Machenschaften.
Dennoch muss der demokratische Staat, und damit bin ich bei der vierten Anforderung, auch seinen Beitrag leisten, um Demokratie im Informationszeitalter zu sichern und allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu den neuen Technologien ermöglichen.
Die deutsche Verfassung kennt die unverzichtbare Bedeutung, die Information und Öffentlichkeit für das Funktionieren der Demokratie haben. Deshalb sichert sie in ihrem Artikel 5 das Recht der Meinungsfreiheit, das Recht der Bürgerinnen und Bürger, sich frei und ungehindert zu informieren sowie die Pressefreiheit. Mehr:

Bundesjustizministerin Zypries: Das Internet bietet der Meinungsfreiheit eine weltweite Plattform, Peking, 19.05.2004

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Diskret /vertraulich

CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Personalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln, Tel.: 041 660 39 79

Dipl. Pflegefachpersonen, anerkannte Altenpflegerinnen/-pfleger, Gesundheits- und Krankenpflege für Heime, Spitäler, Spitex.
Einsatz vorallem in der deutschsprachigen Schweiz. Sie suchen eine Veränderung, wir unterstützen Sie dabei vertraulich. Sie leben in Bulgarien, Rumänien, Tschechien, in der Slowakei, Ungarn, Polen..., oder Sie sind in der "alten EU" tätig und haben einen EU-Aufenthaltsstatus, möchten sich aber verändern. Ihre Berufserfahrung, verbunden mit guten Deutschkenntnissen sind hier gefragt! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Aber auch wenn Sie bereits hier im Einsatz sind und sich diskret verändern wollen.