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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>&#xAB;personalblog&#xBB; in der Balance</big><br/>Services for the Mobile Internet<br/></p><p><small>20.3.2007,&#xA0;16:15</small><br/><b><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/arbeitspsychologie/der-mensch-als-mittel-punkt.html">Der Mensch als Mittel. Punkt!</a></b></p><p>Wer die Credos, Betriebsideologien (-"philosophien"), Leitbilder, Unternehmensgrunds&#xE4;tze ....liest, findet diese Behauptung so nie. Dort steht es anders geschrieben. Z. B.:<br/>
<br/>

"Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt"

Am Beispiel von <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.bego.com/html/d/c/grundsaetze.shtml">"BEGO"</a> lesen wir u.a.:<br/>

Wir handeln nach dem Prinzip: Was f&#xFC;r das Unternehmen gut ist, ist auf Dauer auch f&#xFC;r jeden einzelnen Mitarbeiter gut.


Wir achten die W&#xFC;rde jedes Mitarbeiters und Partners. Klarheit und Wahrheit, Toleranz und Fairne&#xDF; in der Zusammenarbeit sind unsere Basis f&#xFC;r Erfolg, Harmonie und Freude an der Arbeit.


Wir f&#xF6;rdern die pers&#xF6;nliche Entwicklung, Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und das Verantwortungsbewu&#xDF;tsein unserer Mitarbeiter und bauen dabei auf ihren St&#xE4;rken auf: Wer fordert, der f&#xF6;rdert.

<br/>
Wie sind solche Standpunkte aus der Sicht von <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.mobbing-info.ch/html/mobbing.html">gemobbten</a> Mitarbeitenden zu sehen?
Wie empfinden es Entlassene, die wegen Reorganisation, aus (oft vom betroffenen Unternehmen selbst verschuldeten) wirtschaftlichen Gr&#xFC;nden, oder aus einer <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Organisationsentwicklung">"Organisationsentwicklung"</a> (die man von aussen ins Unternehmen bringt, um die "schmutzige Arbeit" zu erledigen), abgebaut oder einfach auf die Strasse gestellt werden?
Wenn es sich um ein Mitglied des Kaders handelt, stellt man eine Begleitung durch einen Psychologen in Ausssicht, der nach der Bekanntgabe des "Todesurteils" bereits vor der T&#xFC;re wartet und gar im gleichen Unternehmen angestellt ist (Kostenminimierung)!
Oder der Betrieb bietet ein kostspieliges <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Outplacement">Outplacement</a> an. Dass dabei nicht der Mitarbeitend im Mittelpunkt steht, sondern dass es um die "Gewissensberuhigung" des Arbeitgebers geht, kann man im Firmenprospekt nachlesen. Dies wird besonders dann deutlich, wenn es sich um eine mitarbeitende Person handelt, die um die 60 Lenze z&#xE4;hlt und wo die Statistik der Beraterfirma bez&#xFC;glich Altersgruppe/ Berufsgruppe eine Erfolgsquote von gegen Null ausweist!<br/>
Nutzen f&#xFC;r den Arbeitgeber: Anerkennung bei der verbleibenden Belegschaft f&#xFC;r das soziale Engagement der/den Entlassenen gegen&#xFC;ber, Vermeidung von Imagesch&#xE4;den, Wahrnehmung der Kommunikation gegen&#xFC;ber Belegschaft, Kunden, Medien, Lieferanten und der betroffenen Branche, Erarbeitung eines Sozialplanes sowie die interne und externe Unterst&#xFC;tzung der freigestellten Menschen. XY hilft dem Arbeitgeber, Personalprobleme bei Organisationsver&#xE4;nderung verantwortungsbewusst zu l&#xF6;sen und der freigestellten Person , sich neu auszurichten. XY gibt dem Arbeitgeber die Gewissheit und das Gef&#xFC;hl, der oder den entlassenen Personen eine faire Chance gegeben zu haben...<br/>
Nutzen f&#xFC;r den Arbeitnehmer: XY hilft dem Arbeitnehmer, den Trennungsschock rascher zu &#xFC;berwinden. Durch die Karrierebilanz und die pers&#xF6;nliche, berufliche Zielsetzung wird eine positive und vielleicht l&#xE4;ngst n&#xF6;tige Ver&#xE4;nderung ausgel&#xF6;st. Die erarbeiteten professionellen Bewerbungsunterlagen und die erlernte Kommunikationstechnik k&#xF6;nnen &#xFC;ber eine Stellensuche hinaus nutzbringend verwendet werden.<br/>
Jedes Unternehmen kann in die Lage kommen, sich von Mitarbeitenden trennen zu m&#xFC;ssen. Die Frage ist, wie man so etwas tut oder es menschlich und sozialvertr&#xE4;glich tut.
Die Methode mit der Brechstange: Die Konzernleitung oder der Verwaltungsrat, allenfalls ein Regierungsrat bestellt einen ber&#xFC;hmten "Betriebssanierer". Dieser weiss, dass jeder Betrieb mit der Zeit etwas "Speck"ansetzt. Das heisst, dass man sich einen etwas zu grossen Personalk&#xF6;rper leistet, oft wird von einem &#xFC;berproportionalen "Wasserkopf" gesprochen. Nach ein paar Jahren, besonders in guten wirtschaftlichen Zeiten, kann man ohne grosse Anstrengung und ohne die Leistungsf&#xE4;higkeit des Unternehmens zu sch&#xE4;digen, etwa 10% der Belegschaft abbauen. Das k&#xF6;nnte das Unternehmen selber bew&#xE4;ltigen. Aber der Sanierer wird es tun. Er ruft das Kader zusammen, informiert, dass die Firma ohne Personalabbau nicht weiter existieren k&#xF6;nne. Der "Wasserkopf" m&#xFC;sse abgebaut werden. Er meint z.B., dass der nichtproduzierende Teil der Belegschaft zu reduzieren sei. In der Folge werden einige Kriterien festgelegt. Danach wird das obere Kader an die Arbeit geschickt. Es wird innert K&#xFC;rze erwartet, dass eine Personalliste "IST/SOLL" vorgelegt wird. Das obere Kader wird vom unteren Kader die Namen der Personen, die zu entlassen sind innert K&#xFC;rze, quasi mit dem Termin "sofort" verlangen. Abbau z.B. 15%. Danach wird die Personalabteilung die <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChwarnung">blauen Briefe</a> schreiben. Das Kader wird erneut aufgeboten, um die wichtige Korrespondenz in Empfang zu nehmen um diese danach sofort den Betroffenen auszuh&#xE4;ndigen. Diese haben nichts dazu zu sagen. Sie werden lediglich informiert und vor nackte Tatsachen gestellt. Bildlich gesprochen.: w&#xE4;hrend die Organisationspyramide die Spitze oben hat, steht die Informationspyramide auf dem Kopf. Deswegen entsteht dort der Eindruck vom Management by Helikopter - Jemand Fremder kommt schnell und mit viel L&#xE4;rm angeflogen, wirbelt viel Staub auf und verschwindet wieder.<br/>
In einer zweiten Runde wird der Betriebssanierer auch die obere Ebene ausd&#xFC;nnen. Dann werden die strategischen Ziele angegangen, allenfalls auch mit neuen Leuten. Ist dieser Prozess abgeschlossen, kann der Sanierer wieder gehen, die Rechnung schreiben, "zur&#xFC;cklehnen" und sich auf einen neuen Auftrag konzentrieren. Seine Effizienz wird sich unter den Firmen schnell herumsprechen.<br/>
Die sozialvertr&#xE4;gliche Methode: Am vertr&#xE4;glichsten ist jener Weg der gar nicht beschritten werden muss. Das w&#xFC;rde bedeuten, dass der Betrieb seine Hausaufgaben laufend aus&#xFC;bt. Dazu geh&#xF6;rt auch (F&#xFC;rsorgepflicht des Arbeitgebers) daf&#xFC;r zu sorgen, dass "Marktf&#xE4;higkeit" der Mitarbeitenden jederzeit erf&#xFC;llt ist.
Aber da schon viele Gesch&#xE4;ftsleitungen sich anh&#xF6;ren mussten, dass die Fehlentwicklung auf Ihrem Mist gewachsen ist, wird es nicht zu vermeiden sein, dass von Zeit zu Zeit neue Besen zum besseren Kehren eingesetzt werden m&#xFC;ssen. Es gibt viele M&#xF6;glichkeiten, den anspruchsvollen Weg verr&#xE4;glich zu gestalten:

Ausn&#xFC;tzung der nat&#xFC;rlichen Fluktuation
Man legt Kriterien fest:


Junge Mitarbeitende, mit intakten Chancen auf dem Arbeitsmarkt<br/>
Doppelverdiener vor Alleinverdiendende
Ledige vor Verheirateten und Alleinerziehenden
"Freiwillige" die im Rahmen der Karrierenetwicklung ihren n&#xE4;chsten Schritt vorziehen
Fr&#xFC;hpensionierung
Verl&#xE4;ngerung der K&#xFC;ndigungsfrist
Kl&#xE4;rung von finanziellen H&#xE4;rtef&#xE4;llen<br/>
Kl&#xE4;rung der <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.fhso.ch/pdf/human/SNP25-DA-Arbeitsmarktfaehigkeit.pdf">Marktf&#xE4;higkeit</a> der m&#xF6;glich betroffenen Mitarbeitenden




Erarbeitung eines <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Sozialplan">Sozialplanes</a> unter Einbezug der Vertragspartner

Die "Brechstange" ist wahrscheinlich sehr effizient, geht man vom &#xF6;konomischen Prinzip aus. Sie schafft aber viel Unsicherheit und auch Leid.
Die sozialvertr&#xE4;gliche Methode ist anspruchsvoller und dauert l&#xE4;nger. Vermutlich ist jedoch die Akzeptanz gr&#xF6;sser. F&#xFC;r die kurzfristige Steigerung des Aktienkurses an der <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/berichteanalysen-1/index.html">B&#xF6;rse</a> ist sie wahrscheinlich weniger geeignet, weil es zu wenig schnell geht.
Die Betriebssanierer sind so effizient und erfolgreich, dass sie selbst vor der H&#xF6;lle keine Angst haben m&#xFC;ssen. Die bereits verstorbenen Kollegen h&#xE4;tten dort ganze Arbeit geleistet: Es sei so gut und umfassend rationalisiert, dass man keine weiteren Sanierer mehr brauche!<br/>
&#xA0;&#xA0;</p><p><small><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/arbeitspsychologie/der-mensch-als-mittel-punkt.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/arbeitspsychologie">Arbeitspsychologie</a><br/></small></p><p><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/p34.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
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