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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>&#xAB;personalblog&#xBB; in der Balance</big><br/>Services for the Mobile Internet<br/></p><p><small>10.3.2007,&#xA0;16:45</small><br/><b><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/wirtschaft/staatliche-diskriminierung.html">Staatliche Diskriminierung</a></b></p><p>Das Eidgen&#xF6;ssische Volkswirtschaftsdepartement (VWL) will Schweizer Unternehmen und damit einen wichtigen Teil der Wirtschaft diskriminieren. Es will den inl&#xE4;ndischen Markt f&#xFC;r europ&#xE4;ische Produkte die europ&#xE4;ischen Vorschriften entsprechen unilateral &#xF6;ffnen. Schweizer Produkte m&#xFC;ssen nach wie vor den strengeren schweizerischen Vorschriften entsprechen. F&#xFC;r die exportierende Wirtschaft ein ungleich langer Spiess zum eigenen Nachteil!<br/>
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Das suggerierte Ziel: Senkung der Kosten Unternehmen und der Konsumentenpreise sowie Belebung der des Wettbewerbs im Inland. Das VWL will dies mit der einseitigen Einf&#xFC;hrung des so genannten <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Cassis-de-Dijon-Entscheidung">Cassis-de-Dijon-Prinzips</a> erreichen.<br/>
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Bisher hat die Schweiz zwei Wege verfolgt, um Handelshemmnisse abzubauen:<br/>
1. Automatischer Nachvollzug gewisser EG-Vorschriften<br/>
2. Abschluss internationaler Vertr&#xE4;ge &#xFC;ber den gegenseitigen Marktzugang, speziell im Rahmen der bilateralen Verhandlungen.<br/>
Das Cassis-de-Dijon-Prinzip war eine Erg&#xE4;nzung zu diesen zwei Wegen.<br/>

Cassis de Dijon
In dieser Entscheidung lag dem EuGH 1979 folgender Sachverhalt zu Grunde. Eine Firma wollte in Deutschland den franz&#xF6;sischen "Cassis de Dijon" vertreiben. Dieses Getr&#xE4;nk hatte einen Alkoholgehalt von 15-20 %. Gem. &#xA7; 100 III Branntweinmonopolgesetz darf in Deutschland aber nur Lik&#xF6;r mit &#xFC;ber 25 % Alkoholgehalt vertrieben werden. Somit wurde es der Firma untersagt, den franz&#xF6;sischen Cassis de Dijon nach Deutschland einzuf&#xFC;hren. Hiergegen klagte die Firma vor dem EuGH. Das Gericht musste entscheiden, ob inl&#xE4;ndische Normen, welche sowohl f&#xFC;r Aus- als auch f&#xFC;r Inl&#xE4;nder gelten, ebenfalls Ma&#xDF;nahmen gleicher Wirkung i.S.d. Art. 28 des Vertrages zur Gr&#xFC;ndung der Europ&#xE4;ischen Gemeinschaft (EG-Vertrag) sind. Der EuGH hat dies bejaht. Eine Ma&#xDF;nahme gleicher Wirkung liegt dann vor, wenn sich die Norm als Handelshemmnis auswirkt. Dies war hier der Fall. Parallel dazu hat der EuGH die sog. Cassis-Formel aufgestellt, in der er Rechtfertigungsgr&#xFC;nde benennt. Danach m&#xFC;ssen Hemmnisse f&#xFC;r den Binnenhandel der Gemeinschaft, die sich aus den Unterschieden der nationalen Regelungen ergeben dann hingenommen werden, soweit diese Bestimmungen notwendig sind, um zwingenden Erfordernissen der Allgemeinheit gerecht zu werden. Insbesondere den Erfordernissen einer wirksamen steuerlichen Kontrolle, des Schutzes der &#xF6;ffentlichen Gesundheit, der Lauterkeit des Handelsverkehrs und des Verbraucherschutzes. Aus der Cassis de Dijon - Entscheidung ergibt sich daher, dass ein in einem Mitgliedstaat rechtm&#xE4;&#xDF;ig hergestelltes und vermarktetes Erzeugnis grunds&#xE4;tzlich in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragsstaaten importiert werden kann, sofern nicht eine der Beschr&#xE4;nkungen des Art. 30 EG-Vertrag oder der sog. Cassis-Formel eingreift.
Die einseitige Einf&#xFC;hrung des Cassis-de-Dijon-Prinzips ist problematisch, politisch und wirtschaftlich. Weil der Bundesrat auf jegliche Gegenseitigkeit verzichten will, weicht er vom bisher verfolgten Weg der schweizerischen Handelsbeziehungen ab. Ausserdem vergibt er f&#xFC;r k&#xFC;nftige Verhandlungen mit der EU eine wichtige Karte aus der Hand.<br/>
Zu bedenken ist, dass der Markt auch f&#xFC;r Nicht-EU-Produkte aus L&#xE4;ndern (Drittstaaten) mit denen die Schweiz Anerkennungsvereinbarungen getroffen hat, ge&#xF6;ffnet werden m&#xFC;sste, um die WTO-Verpflichtungen zu erf&#xFC;llen.<br/>
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Die Diskriminierung: Exportprodukte m&#xFC;ssten weiterhin nach den strengen Schweizer Vorschriften entsprechen. Die ausl&#xE4;ndische Konkurrenz w&#xE4;re davon befreit.<br/>
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Schaltet man das Gehirn auf die Stufe "XM" (xsunder Menschenverstand), so kommt man zum Schluss, dass eine unilaterale Einf&#xFC;hrung des Cassis-de-Dijon-Prinzips mehr Nach- als Vorteile bringt. Daher: Liberalisierung ja, einseitige Liberalisierung nein! Und: die Dominanz &#xFC;ber die eigene Gesetzgebung darf nicht aus der Hand gegeben werden! Unsere Wirtschaft soll von den Beh&#xF6;rden erwarten k&#xF6;nnen, dass sie f&#xFC;r gute Rahmenbedingen sorgt. Dabei m&#xFC;ssen &#xF6;konomische, &#xF6;kologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte ber&#xFC;cksichtigt werden. Mit dem Abbau oder der Vereinfachung bestehender Vorschriften und grosser Zur&#xFC;ckhaltung vor neuen, w&#xE4;re im Sinne der eingangs erw&#xE4;hnten Zielsetzung bereits viel getan und vorallem die Gleichbehandlung mit ausl&#xE4;ndischen Konkurrenten w&#xE4;re gew&#xE4;hrleistet.<br/>&#xA0;</p><p><small><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/wirtschaft/staatliche-diskriminierung.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/wirtschaft">06 Wirtschaft</a><br/></small></p><p><a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/p32.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/p30.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://personalblog.kaywa.com/mobile/wirtschaft/staatliche-diskriminierung.html" method="post"><postfield name="ID" value="31"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
