Energie in einer Wolke
Die Kraft der Thermik:
„(...) Zu nächst ein kleines Rechenexempel, um allen Skeptikern das Vertrauen in die Thermik zu verstärken. Vertrauen zur Thermik, zum Flugzeug und zu sich selbst ist nämlich eine wichtige Grundlage zum Erfolg beim Streckenfliegen.
Nehmen wir einen normalen Aufwindschlauch, 200 m Durchmesser, 2000m Gesamthöhe (mit Wolke), ein mittleres meteorologisches Steigen von 2,5 m/ sec, das einer Variometeranzeige von etwa 1,5 m/sec entspricht. Ein Kubikmeter Luft wiegt bekanntlich etwa 1,3 Kg. Nach der Berechnung der Rundsäule
Grundfläche mal Höhe = r x r x 3,14 x Höhe
ist leicht zu ermitteln, dass in diesem „Bart“ (Thermikschlauch) 62 800 000 m3 Luft in steigender Bewegung sind. In Gewicht ausgedrückt sind das 81 640 000 kg oder 81 640 t Luft.
Steckt nicht schon in der durchaus alltäglichen Thermik eine beruhigende Kraft? Zwar können wir mit mit den wenigen Quadratmetern Fläche unseres Segelflugzeuges nur einen winzigen Tel dieser Energie ausnutzen, unser Ziel sollte es aber immer sein, möglichst viel davon mit zu bekommen“
Nun zu Stephans "PS-Salat":
Pferdestärke: In der Physik ist die Pferdestärke (engl. horsepower) eine alte, international nicht empfohlene Einheit der Leistung mit dem Einheitenzeichen PS und dem Formelzeichen F. An ihrer Stelle sollte die SI-Einheit Watt verwendet werden.
1 PS ist definiert als die Leistung, die erbracht wird, wenn eine Masse von 75 kg auf der Erde (Beschleunigung 9.81 m/s2) mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s hochgehoben wird.
1 PS = 75 mkp/s = 0,736 kW = 736 W
Die englische Horsepower hat das Formelzeichen hp:1 hp = 1,014 PS = 745,7 W
SAE-PS: Die Leistungsmessung der amerikanischen Society of Automotive Engineers sieht eine PS-Angabe, gemessen ohne Zusatzaggregate, vor.
H.P.: Horsepower ist die britische Bezeichnung für Pferdestärke. Damit ist im Unterschied zur Bremsleistung ( b.h.p.) die Leistung nach der Steuerformel gemeint. Die Berechnung, die bis zum zweiten Weltkrieg Gültigkeit hatte, sah folgendermassen aus: mm Zylinderbohrung hoch 2 X Zylinderzahl / 1613 = h.p
SHP oder shp (manchmal auch S.H.P.) steht für shaft horse powerWPS (Wellen-PS) oder PSe (PS effektiv)). Damit wird die Leistung an der Ausgangswelle einer Kraftmaschine beschrieben. Diese Einheit findet vor allem in der Luft- (z. B. Hauptrotorwelle Hubschrauber) und Seefahrt Anwendung.
Im Weinholtz'schen Beispiel werden also 81 640 000 kg Luft pro Sekunde 2,5 m hoch gehoben.
Zur Skizze: Die obere Rolle ist am "Himmel" festgemacht.
In PS umgerechnet:
2,5 m /sec x 81 640 000 kg /75 mkg/sec = 2,5 x 81 640 000 /75 = 2 721 333 PS. Eine Lokomotive Re 6/6 der SBB leistet rund 10676 PS (7850 kW). Es müssten also rund 255 Re6/6 eingesetzt werden, um diese Luftsäule in der angenommen Geschwindigkeit aufwärts zu heben!
Re 6/6 11616 (Foto: Patrice Airoldi)
Man stelle sich einen schönen Thermiktag vor, an dem mehrere Hundert oder Tausend solcher Aufwindtürme über das Land verstreut sind (etwa alle 4-5 km ein Stück). Es lässt sich erahnen welche ungeheuerliche Kraft die Sonne entwickelt. Genug Potenzial um die Energie der Schweiz zu versorgen!Nebenbei bemerkt: Der Mensch kann eine Dauerleistung von ca. 80 -100 W = ca. 0.1 - 0,14. PS erbringen.
Etwas mehr Eleganz als die Re 6/ bringt die ASW 22 schon ins Bild.
Mit einer max. Abflugmasse von 750 Kg kann das Flugzeug mit einer Höhe von 1000m ca. 62 km weit gleiten. Der Widerstand beträgt beim besten Gleiten etwa 12,5 kg (soviel Kraft müsste man aufwenden um das Flugzeug bei etwa 100 km/h horizontal zu ziehen (Schlepp)! Mehr bei Alexander Schleicher.
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Salü , Hari