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Die Mittelschicht, die Lastesel des Staates, sollte man gut pflegen. In Deutschland hat man dies offenbar nicht begriffen. Warum denn sonst würde man dieser das Wasser noch ganz abgraben? mehr in Pressemitteilung: ...Mittelschicht in Deutschland fast ausgestorben...
Wir haben uns über die Schuldenwirtschaft in Deutschland geäussert. Der Titel Gieriger Deutscher Staat hat viele Leser generiert. Mittlerweilen gibt es fast 40% Leistungsempfäner in Deutschland, was auch zur Kostensituation beiträgt. Die schwindende Mittelschicht ist ein ernst zu nehmender Indikator. Hohe Staatsdiener und Beamte allerdings haben eine eigene Optik. Die Kostenfrage wird gar nicht erst gestellt. Lesen Sie weiter bei:
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Birgit Kappel in "Das Erste" / report MÜNCHEN: Armes Deutschland - Millionen Menschen aus der Mittelschicht rutschen ab
(...) "Constanze Kastenhuber rechnet vor, was der Familie am Monatsende nach Abzug aller Fixkosten übrig bleibt und das sind gerade mal 665 Euro, macht 133 Euro pro Person."Darin sind Essen, Trinken, Kleidung, alles einfach, was so zum Leben dazugehört, dass man sich wünscht in der Mittelschicht, also wenn man einfach arbeiten geht, dass man ein gutes Leben hat, kein Luxus, ein gutes Leben und das kann mit 133 Euro pro Person nicht aufgehen." ...(...) "Hans-Joachim Homeier wird seinen Dachdeckerbetrieb jetzt abgeben. Was ihn noch am allermeisten ärgert, ist der große bürokratische Aufwand, der in den letzten Jahren exorbitant zugenommen hat.
"Vor 40 Jahren, als ich noch jung war, hatte ich selber die Möglichkeit eine Steuererklärung zu machen, was heute nicht mehr möglich ist. Da war diese Steuererklärung fünf Seiten stark und das reichte aus. Ich habe mir die Mühe gemacht jetzt mal vom Jahre 2007 die Steuererklärung an der Seitenzahl zu messen und komme auf insgesamt, man glaubt es nicht, auf 126 Seiten. Das ist unser Staat."... mehr in br-online: Armes Deutschland...
Die Beamten sehen es etwas anders. Sie haben dem Staat gedient und daher auf "hohe Managerlöhne" in der Privatwirtschaft verzichtet. Und, sie können von "wohl erworbenen Rechten" profitieren.
(...) "Lammert ist überzeugt: Die Neigung zur Erhaltung des Bekannten habe gegenüber neuen Ideen „immer einen hohen Wettbewerbsvorteil“.

Dies gilt für Abgeordnete vor allem, wenn eine Reform sie selbst betrifft. mehr in FOCUS: Altersversorgung, ...Goldener Ruhestand...

ERWORBENE PENSIONSANSPRÜCHE
Politiker aller Bundestagsparteien können mit üppigen Versorgungsbeträgen rechnen.

Hans Eichel (SPD)
Ehemaliger Ministerpräsident von Hessen (1991-1999) und Bundesfinanzminister (1999-2005). Ohne zusätzliche Bezüge als Ex-Oberbürgermeister von Kassel (1975-1991)
11500 E/Monat

Angela Merkel (CDU)
Seit 2005 Bundeskanzlerin. Ab 1990 im Bundestag, zwischenzeitlich Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion. Von 1994 bis 1998 Bundesministerin im Kabinett Kohl
7200 E/Monat

Horst Seehofer (CSU)
Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bereits 26 Jahre Mitglied des Bundestags. Von 1992 bis 1998 Gesundheitsminister
8900 E/Monat

Guido Westerwelle (FDP)
FDP-Parteichef. Inzwischen elf Jahre Abgeordneter im Bundestag. Seit 2006 auch Vorsitzender der FDP-Fraktion
3700 E/Monat

Gregor Gysi (Linkspartei)
Vorsitzender der Fraktion Die Linke. 1990 Fraktionschef der PDS in der Volkskammer. Von 1990 bis 2002 und seit 2005 erneut Mitglied des Bundestags
2500 E/Monat

Jürgen Trittin (Grüne)
Ex-Minister in Niedersachsen, von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister. Seit acht Jahren Abgeordneter im Deutschen Bundestag
6100 E/Monat

Quelle: Bund für Steuerzahler
Die Privilegien der Beamten im Ruhestand:
Die Basis: unkündbarer Arbeitsplatz, sichere Gehaltserhöhung, diverse Zulagen und Beihilfen.
  • Rente, in der Regel nach dem letzten (meist höchsten) Gehalt bemessen
  • Weihnachtsgeld, fast ein 13. Gehalt
Beiträge an die Versorgungskasse brauchten sie nicht zu leisten! Dies ist Angelegenheit der Steuerzahler.

Teure Beamte, träge Politiker - Pensionen ruinieren den Staatshaushalt

Anmoderation
PATRICIA SCHLESINGER:
(...) "Sie haben einen unkündbaren Arbeitsplatz, sichere Gehaltserhöhungen, Zulagen und Beihilfen - nicht immer einen Traumjob, aber einen mit eindeutigen Privilegien. Ich rede von Staatsdienern, von Beamten. Sie werden auch nach ihrer Pensionierung von der öffentlichen Hand großzügig bedacht. So kassieren sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienst mehr als andere Arbeitnehmer, ohne dafür in eine Versorgungskasse eingezahlt zu haben. Monatlich 4.500 oder 5.000 Mark Pension sind die Regel. Beamte werden also rundherum versorgt. Warum? Sie waren im Zeitalter der Fürsten und Könige, die mit ihren Untertanen nach Gutdünken umsprangen, der Puffer zwischen den Herren und den Untertanen, so etwas wie die Vorboten eines Rechtsstaates. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, wurden sie auf Lebenszeit beschäftigt, und auch als Pensionäre sollten den Beamten und ihren Angehörigen keine Nachteile entstehen. Das war der Beginn des Alimentationsprinzips. Die Zeiten der regierenden Fürstenhäuser gehören ja nun der Vergangenheit an, aber die Privilegien, die sind den Beamten geblieben, inklusive Pensionsansprüche. Doch die können sich die öffentlichen Haushalte eigentlich nicht mehr leisten. Ebenso wie bei der Rente entstehen riesige Milliarden-Löcher, über die bisher nur sehr ungern geredet wurde. mehr in das Erste: ...Teure Beamte, träge Politiker - Pensionen ruinieren den Staatshaushalt...