Mittelschicht stürzt ab
(...) "Constanze Kastenhuber rechnet vor, was der Familie am Monatsende nach Abzug aller Fixkosten übrig bleibt und das sind gerade mal 665 Euro, macht 133 Euro pro Person."Darin sind Essen, Trinken, Kleidung, alles einfach, was so zum Leben dazugehört, dass man sich wünscht in der Mittelschicht, also wenn man einfach arbeiten geht, dass man ein gutes Leben hat, kein Luxus, ein gutes Leben und das kann mit 133 Euro pro Person nicht aufgehen." ...(...) "Hans-Joachim Homeier wird seinen Dachdeckerbetrieb jetzt abgeben. Was ihn noch am allermeisten ärgert, ist der große bürokratische Aufwand, der in den letzten Jahren exorbitant zugenommen hat.
"Vor 40 Jahren, als ich noch jung war, hatte ich selber die Möglichkeit eine Steuererklärung zu machen, was heute nicht mehr möglich ist. Da war diese Steuererklärung fünf Seiten stark und das reichte aus. Ich habe mir die Mühe gemacht jetzt mal vom Jahre 2007 die Steuererklärung an der Seitenzahl zu messen und komme auf insgesamt, man glaubt es nicht, auf 126 Seiten. Das ist unser Staat."... mehr in br-online: Armes Deutschland...
(...) "Lammert ist überzeugt: Die Neigung zur Erhaltung des Bekannten habe gegenüber neuen Ideen „immer einen hohen Wettbewerbsvorteil“.
Dies gilt für Abgeordnete vor allem, wenn eine Reform sie selbst betrifft. mehr in FOCUS: Altersversorgung, ...Goldener Ruhestand...
ERWORBENE PENSIONSANSPRÜCHE
Politiker aller Bundestagsparteien können mit üppigen Versorgungsbeträgen rechnen.
Hans Eichel (SPD)
Ehemaliger Ministerpräsident von Hessen (1991-1999) und Bundesfinanzminister (1999-2005). Ohne zusätzliche Bezüge als Ex-Oberbürgermeister von Kassel (1975-1991)
11500 E/Monat
Angela Merkel (CDU)
Seit 2005 Bundeskanzlerin. Ab 1990 im Bundestag, zwischenzeitlich Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion. Von 1994 bis 1998 Bundesministerin im Kabinett Kohl
7200 E/Monat
Horst Seehofer (CSU)
Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bereits 26 Jahre Mitglied des Bundestags. Von 1992 bis 1998 Gesundheitsminister
8900 E/Monat
Guido Westerwelle (FDP)
FDP-Parteichef. Inzwischen elf Jahre Abgeordneter im Bundestag. Seit 2006 auch Vorsitzender der FDP-Fraktion
3700 E/Monat
Gregor Gysi (Linkspartei)
Vorsitzender der Fraktion Die Linke. 1990 Fraktionschef der PDS in der Volkskammer. Von 1990 bis 2002 und seit 2005 erneut Mitglied des Bundestags
2500 E/Monat
Jürgen Trittin (Grüne)
Ex-Minister in Niedersachsen, von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister. Seit acht Jahren Abgeordneter im Deutschen Bundestag
6100 E/Monat
Quelle: Bund für Steuerzahler
- Rente, in der Regel nach dem letzten (meist höchsten) Gehalt bemessen
- Weihnachtsgeld, fast ein 13. Gehalt
Teure Beamte, träge Politiker - Pensionen ruinieren den Staatshaushalt
Anmoderation
PATRICIA SCHLESINGER:
(...) "Sie haben einen unkündbaren Arbeitsplatz, sichere Gehaltserhöhungen, Zulagen und Beihilfen - nicht immer einen Traumjob, aber einen mit eindeutigen Privilegien. Ich rede von Staatsdienern, von Beamten. Sie werden auch nach ihrer Pensionierung von der öffentlichen Hand großzügig bedacht. So kassieren sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienst mehr als andere Arbeitnehmer, ohne dafür in eine Versorgungskasse eingezahlt zu haben. Monatlich 4.500 oder 5.000 Mark Pension sind die Regel. Beamte werden also rundherum versorgt. Warum? Sie waren im Zeitalter der Fürsten und Könige, die mit ihren Untertanen nach Gutdünken umsprangen, der Puffer zwischen den Herren und den Untertanen, so etwas wie die Vorboten eines Rechtsstaates. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, wurden sie auf Lebenszeit beschäftigt, und auch als Pensionäre sollten den Beamten und ihren Angehörigen keine Nachteile entstehen. Das war der Beginn des Alimentationsprinzips. Die Zeiten der regierenden Fürstenhäuser gehören ja nun der Vergangenheit an, aber die Privilegien, die sind den Beamten geblieben, inklusive Pensionsansprüche. Doch die können sich die öffentlichen Haushalte eigentlich nicht mehr leisten. Ebenso wie bei der Rente entstehen riesige Milliarden-Löcher, über die bisher nur sehr ungern geredet wurde. mehr in das Erste: ...Teure Beamte, träge Politiker - Pensionen ruinieren den Staatshaushalt...

"(...) " 200 Steuerfahnder und ihre Helfer beschlagnahmen vor sieben Jahren sämtliche Unterlagen und sperren alle Konten eines norddeutschen Computerunternehmens. Danach lässt man den Unternehmer jahrelang im Ungewissen. Das Unternehmen muss Insolvenz anmelden, 85 Arbeitsplätze gehen verloren. Bis heute wurde keine Anklage erhoben – das seltsame deutsche Steuerrecht macht so etwas möglich, der Volkswirtschaft drohen Millionenschäden. Zum letzten Mal vor seinem Ruhestand kämpft Filmemacher Günter Ederer gegen den Steuer-Wahnsinn.




