Arbeitszeugnis II

In schöner Regelmässigkeit werden die schlimmsten Märchen über Geheimcodes in Arbeitszeugnissen geschrieben, z. B. in FOCUS ONLINE: ...Geheimcode der Chefs...

Vorerst gilt einmal: eine eigentliche Geheimsprache für Arbeitszeugnisse gibt es nicht! Gäbe es eine, müsste diese mindestens den Profis bekannt sein und Definitionen vorliegen, damit in dieser Geheimsprache kommuniziert werden könnte.
Aber: Interpretationen von Arbeitszeugnissen gibt es vermutlich so viele, wie es Zeugnisschreiber und -leser gibt! Interpretationen z. B. "wie ich vermute", oder "ich lese daraus" (wie aus dem Kaffeesatz) sind gefährlich da kein Feedback zum Schreiber oder Autor des Zeugnisses fehlt.

Wer Gelegenheit hat, Arbeitszeugnisse zu lesen, wird mir bestätigen, dass neben hervorragenden Arbeiten, viel Unqualifiziertes daher kommt! Es ist oft gerade eine Frechheit, was einem Arbeitnehmer, der über längere Zeit seinem Arbeitgeber die volle Arbeitskraft zur Verfügung stellte, zugemutet wird und wie er billig abgespiesen wird. Eine Referenzauskunft oder auch zwei, sind deshalb meist unumgänglich.

Jeder verantwortungsvolle Personalleiter, Personalassistent oder Vorgesetzte wird sich bewusst sein, was ein Zeugnis bedeutet und welchen Schaden man damit allenfalls anrichten kann. Dies gilt sowohl für ein schlecht dargestelltes bzw. formuliertes Zeugnis, wie für ein Gefälligkeitszeugnis.

Nach wie vor gilt: Ein Arbeitszeugnis muss wahr, vollständig, klar und wohlwollend und in korrekter Form geschrieben bzw. dargestellt sein. Ausserdem ist ein Hinweises dienlich, dass das Zeugnis nicht codiert ist.

Wer ein Arbeitszeugnis kritisch durchsieht, kann allfällige Mängel reklamieren. Oft werden Zeugnisse aber einfach genommen wie sie sind. Man hat schon eine neue Stelle in Aussicht und die bisherige will man möglichst schnell vergessen... Je nach dem, kann es plötzlich wichtig werden, dass das Zeugnis ergänzt, korrigiert oder richtig gestellt wird.

Für einen Zeugnisleser wäre es wichtig zu wissen, wer das Zeugnis geschrieben hat und was diese Person davon versteht!

"(...) Das Arbeitszeugnis ist sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber von Bedeutung. Für den Arbeitnehmer ist das Arbeitszeugnis ein Leistungsnachweis, welcher ihm ermöglicht, einem potentiellen Arbeitgeber gegenüber seine Berufserfahrung und seine Fähigkeiten nachzuweisen. Für den Arbeitgeber ist es im allgemeinen die erste und wichtigste Informationsquelle über einen Bewerber. Das Ziel dieser Arbeit ist, das Arbeitszeugnis möglichst umfassend darzustellen. Dazu gehört in erster Linie die Untersuchung der Handhabung des Arbeitszeugnisses bei der Anstellung und beim Weggang eines Mitarbeiters. Um eine Grundlage für die Beurteilung der Arbeitszeugnishandhabung in der Praxis zu schaffen, soll in einem ersten Schritt die Theorie über das Arbeitszeugnis aufgearbeitet werden. Diese Aufarbeitung umfasst die Klärung von Fragen nach:
- dem Stellenwert, der Funktion und der Validität des Arbeitszeugnisses in der Personalauswahl.
- den Methoden zur Analyse der Arbeitszeugnisse.
- den rechtlichen Vorschriften für das Arbeitszeugnis.
- den möglichen Fehlern in der Arbeitszeugniskommunikation.
- der Existenz einer einheitlichen Zeugnissprache.

- den impliziten Wertvorstellungen, welche den theoretischen Überlegungen zugrunde liegen.

Author: Schwarb, Thomas M. (Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz)

(Fast) alles über das Arbeitszeugnis von Prof. Thomas M. Schwarb und hier speziell:
...Das Arbeitszeugnis als Instrument der Personalpraxis...

Eine gute Übersicht bietet auch: "Arbeitszeugnis", Dokumentation zum Abfassen von Arbeitszeugnissen, LSO, Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn.

Internet, privates Surfen im Betrieb gestattet?

Privates Surfen im Betrieb während der Arbeitszeit ist ebenso problematisch wie die Überwachung. Lesen Sie mehr im Artikel im Magazin für KMU, ...Der Organisator...

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Ausländische Arbeitskräfte, auf Kosten von anderen...

Bei guter Konjunktur werden die Fachkräfte knapp. Fähige Leute wandern auch auf andere Gebiete ab. Das ist auch im Gesundheitswesen zu beobachten. Man ist auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Einige ganz schlaue Arbeitgeber gehen nun darauf über, ausländische Arbeitskräfte nur dann einzusetzen, wenn diese schon mindestens ein bis zwei Jahre in der Schweiz und in der Branche tätig waren. Das ist doch nichts anderes als schmarotzen auf Kosten anderer!

Warum soll nicht jeder Arbeitgeber seinen Beitrag dazu leisten, dass ausländische Arbeitskräfte unsere Gegebenheiten kennen lernen? In anderen Fällen wird doch sehr schnell von Solidarität geredet!

Stellenbewerbung Gleichbehandlung contra Arbeitsmarktfähigkeit

Das Gleichbehandlungsgesetz in Deutschland, seit einem Jahr in Kraft, bringt mehr Bürokratie und unnötige Kosten mit sich. Dafür bleiben Stellenbewerbende ohne Feedback.

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Kurzabsenzen, auch eine Frage der Führung

Meist braucht man nach dem dritten Krankheitstag ein Arztzeugnis für den Chef (Informationspflicht abgeleitet aus OR 321a,Treuepflicht) . Dies ist auch dann der Fall, wenn der Vorgesetzte den Grund des Arbeitsausfalls nachvollziehen kann, also wenn es eigentlich gar nicht nötig wäre. Von Gesetzes wegen, gibt es keine zwingende Vorchrift für diese drei Tage. Nun beginnt man zu glauben, dass Kosten sparen mit einem Zeugnis weniger, mehr Effizienz bringe. Typisch, man versucht Symptome zu bekämpfen und schert sich um die Ursache.

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Führung an der Front

Die Anforderungen an die Führungskräfte an der Front, sind anders gewichtet, als für jene, die sich strategischen Fragen für das Unternehmen widmen und die Gesamtverantwortung tragen.

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Vorstellung, Ersatz von Auslagen

Wer als Arbeitnehmer (AN) nach einer Stellenbewerbung das Selektionsverfahren bis zur Schlussrunde überstanden hat, steht im Interesse des potenziellen Arbeitgebers (AG). Dieser hat die Qual der Wahl. Weil er sich nicht endgültig entscheiden kann, will er die "Spitzenkandidaten" persönlich kennen lernen.

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Arbeitszeugnis

Wer in einem Arbeitsverhältnis angestellt ist, hat jederzeit ein Recht auf ein Zeugnis. Das Zeugnis muss Aussagen enthalten über Leistung und Verhalten, objektiv und fair. Es muss vollständig, wahr, klar und wohlwollend formuliert sein.

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P0 HRM Human Resources Management


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Pioniere

Wir brauchen in jedem einzelnen Bereich unserer Gesellschaft konstruktive Management-Eliten, die habituelle Aufgaben in kompetenter Art und Weise wahrnehmen.

Wir brauchen zudem in jedem Bereich unsere Gesellschaft kreative und sophokratische Leadership-Eliten, welche fähig sind, Visionen, Ziele und Strategien zu entwerfen...

Ein Pionier ist ein Macher. Er pflegt ein intuitives Denken. Wenn sich Aufmerksamkeit, Aufgeschlossenheit und reflexives Denken verbinden und eine reiche Erfahrung als Vergleichsbasis vorhanden ist, kann eine Intuition entstehen. Ein Pionier ist von einer Idee so stark beseelt, dass sie ihm wie eine Vision erscheint. Je mehr er sich damit befasst, desto mehr setzt sie sich in seinem "Inneren" fest. Fortan arbeitet dieses für ihn, ohne dass er sich dessen bewusst wird. Die Realisierung beginnt zu spriessen. Skizzen werden gezeichnet, Modelle gebaut. Über die Finanzierung, den Bürokrieg und weitere Hindernisse wird nachgedacht. Die Machbarkeit kommt näher.

Erste Ziele werden gesteckt. Bald werden Strategien, die Wege zu den Zielen, entwickelt. Schliesslich wird über die notwendigen Mittel (Menschen, Finanzen, Lokalitäten, Maschinen und Betriebsmittel, Administration, etc.) nachgedacht.
Nun beginnt der Entscheidungsprozess zu gären. Alles wird x-mal durchgerechnet und die Risiken werden abgeschätzt. Das Innere "mischt" beharrlich mit. Langsam wird der Endpunkt des Prozesses bzw. Projektes, ähnlich wie beim Netzplan, nachdem der kritische Weg bestimmt ist, erkennbar. Vielleicht gibt es noch so etwas wie einen Geistesblitz. Die kreative Illumination bringt die lange gesuchte Problelösung ins Bewusstsein. Je nach Art des Projektes kann es noch an der Finanzierung scheitern, dann, wenn der Businessplan der Bank zu wenig sicher erscheint... Oder wenn eine quasi sichere Rendite von 6-8% als viel zu klein angesehen wird.... Spätestens dann wurde eine vielleicht geniale Idee abgewürgt, dem Moloch "Rendite" geopfert.

Wenn man wegen der Chancengleicheit die Schwächeren in der Gesellschaft fördert, sollte man auch Gleichbehandlung betreiben. Das würde bedeuten, dass die überdurchschnittlich Starken nicht nur erkannt, sondern gezielt gefördert würden. Wer sonst würde jene Visionen entwickeln, welche die Geselschaft braucht, um die künftigen Herausforderungen zu meistern? Das gilt selbstverständlich auch für jedes Unternehmen. Oder soll unsere Gesellschaft in der Mittelmässigkeit "mediokrativ" untergehen?