Stress mit E-Mail - Flut
6 Billionen Geschäfts-E-Mails wurden 2006 durch die Welt geschickt. Vier Stunden am Tag verbringt eine Führungskraft damit, elektronische Nachrichten zu sichten, Antworten zu schreiben und die Inbox aufzuräumen.

Viele in der Arbeitswelt leiden unter dem wachsenden Problem des „E-Mail- Stresses“, weil sie sich anstrengen, mit den unaufhörlichen Schüben von Nachrichten fertig zu werden, behaupten jetzt britische Forscher.
Karen Renaud von der Universität in Glasgow, die Psychologin Judith Ramsay und der Statistiker Mario Hair von der Paisley Universität untersuchten bei 177 Menschen den Umgang mit E-Mails am Arbeitsplatz.
Jeder Dritte fühlt sich von der Masse der täglichen E-Mails unter Druck gesetzt. Angestellte werden wegen der dauernden Überwachung der elektronischen Nachrichte müde, frustriert und unproduktiv, sie unterbrechen dauern ihre Arbeit, während sie sich zu konzentrieren versuchen. 30 - 40 Mal in der Stunde schauen Angestellte nach neuen Mails.
„E-Mail-Communication is an amazing tool but it’s got out of hand”, stellt Karen Renaud fest. Vor allem beängstigend: Der IQ der Untersuchten fiel aufgrund der E-Mail-Belastung um 10 Prozentpunkte – das ist doppelt so viel wie bei Studien zum Cannabismissbrauch. (Officelife Schweiz, 30. 08. 07)

Original-Artikel im Guardian: "You've Got E-Mail!" ... Shall I Deal With It Now? Electronic Mail From the Recipient's Perspective aus dem International Journal of Human-Computer Interaction

2006, Vol. 21, No. 3, Pages 313-332
(doi:10.1207/s15327590ijhc2103_3)

Karen Renaud - Department of Computing Science, University of Glasgow, UK
Judith Ramsay - Psychology Division, School of Social Sciences, University of Paisley, UK
Mario Hair - Division of Physical Sciences, School of Engineering and Science, University of Paisley, UK