Arbeitsbelastung in der Pflege

Der Ruhestand eröffnet dem Pensionierten keine neuen Möglichkeiten; in dem Augenblick, da der Mensch endlich befreit ist von den Zwängen, nimmt man ihm die Mittel, seine Freiheit zu gebrauchen. Er ist dazu verurteilt, in Einsamkeit und Langeweile dahinzuvegetieren, ein purer Nichtsnutz. Dass ein Mensch während der letzten 15 oder 20 Jahre seines Lebens nur noch Ausschuss ist, offenbart das Scheitern unserer Zivilisation. Dieser Sachverhalt würde uns die Kehle zuschnüren, wenn wir die Alten als Menschen, die ein Leben als Mensch hinter sich haben, ansähen und nicht als wandelnde Leichname.


Aus: Simone de Beauvoir: Das Alter, rororo, 2004, S. 12

 

Die Evolution hat eben den Ruhestand nicht vorgesehen! der Mensch ist da um Leistung zu erbringen. Das will aber nicht heissen, dass er am Fliessband wüten muss, bis er umfällt. Es gibt mannigfaltige Arten von Leistungen. Diese für sich zu finden, ist Aufgabe des Einzelnen.

In der Pflege (Betagtenzentren, Altersheimen, Geriatrieen) wird verschiedentlich ein zulässiges Arbeitspensum von maximal 80%/85% festgelegt. Die Begründung: Die Arbeitsbelastung wäre zu gross. Wäre dem so, müsste diese erschwerte Belastung durch eine Inkonvenienzzulage abgegolten werden. Das jedoch ist nicht der Fall. Es gibt auch keine Hinweise dafür, dass die Funktionen in der Pflege höher bewertet wären! Damit soll aber keineswegs gesagt sein, die Arbeit wäre nicht belastend.

Liegt Willkür vor? Dann wäre es auch Diskriminierung.

Wird eine Arbeitsstelle respektive deren Funktion bewertet (Funktionsbewertung, Arbeitsbewertung), lag bisher oft das Genfer Schema oder ein erweitertes Genfer Schema zugrunde. Während ersteres nur für ausführende Tätigkeiten diente, wurde dieses so erweitert, dass auch leitende und Stabsfunktionen abgedeckt werden. Da die Funktionsbewertung besonders für industrielle Tätigkeiten vorgesehen waren, gilt es, eine entsprechende Interpretation für andere Bereich vorzumnehmen. So kommt im Schema die psychische Belastung, wie sie beispielsweise in der Psychiatrie, der Gerontopsychiatrie, und der Geriatrie (Umgang mit dementen Menschen) zu wenig zum Ausdruck.

Immerhin hat man aber mit dem System des BWI (Betriebswissenschaftliches Institut ETH Zürich) auch Funktionsbewertungen in verschiedenen Kantonen (z.B. Kanton Luzern) vorgenommen und damit auch die Gesundheitsberufe entsprechend eingestuft.

Das ursprüngliche Genfer Schema (von 1950):

Die Kriterien sind in vier Anforderungskategorien eingeteit:

  • geistige Anforderungen (Fachkenntnisse, Nachdenken),
  • körperliche Anforderungen (Geschick, Muskelbelastung, Nerven- und Sinnesbelastung),
  • Verantwortung (beispielsweise für Betriebsmittel, Sicherheit und Gesundheit Anderer) sowie
  • Arbeitsbedingungen (Temperaturen, Nässe, Schmutz, etc.).

In der Praxis werden belastende Arbeitsbedingungen oft mit einer Zulage zum Lohn abgegolten.

Das erweiterte Genferschema nach (Heinz Kappel 1983 - 32) 

Letztlich geht es immer um die Anforderungen und um die Belastungen welche der untersuchten Stelle zugrunde liegen oder von ihr ausgehen. Inzwischen kommen auch andere Systeme zur Anwendung. So etwa:

Warum also "nur" max. 80%/85%? Warum soll jemand z.B. in der Geriatrie nicht zu einem 100%-Lohn kommen?

Nimmt man die Funktionsbewertungen aus den Kantonen, so sind die Funktionen in der Geriatrie oder in der Gerontopsychiatrie weder gesondert (höher) bewertet, noch sind spezielle Zulagen definiert. Aus klassifikatorischer Sicht gibt es alo keine Gründe, eine Tätigkeit wegen der Belastung vom Betrieb her zu reduzieren. Der Entscheid sollte daher beim Mitarbeiter liegen.

Wenn allenfalls die Absenzen grösser sind, oder werden, dann muss der Ursache nachgegangen werden. Die kann tatsächlich bei einer Überbelastung liegen. Aber meist spielen externe Gründe eine Rolle. Dann müsste die betroffene Person diese Ursache bekämpfen.

Handelt es sich z.B. um eine Familienfrau mit Kindern, so wird schnell klar, dass sie, wenn der Mann ebenfalls zu 100% tätig ist und im Haushalt nicht mittut, eine Belastung von um die 150%  (+/-) zu tragen hat. Aus dieser Sicht kann ein reduziertes Arbeitspensum sinnvoll sein.

Zweitverdiener ziehen oft Teilzeitpensen Vollzeitpensen vor.

Was aber, wenn eine Alleinerziehende oder ein Familienvater auf den vollen Lohn angewiesen ist? Die Kinderbetreuung muss so oder so organisiert und finanziert werden, ob bei vollem oder bei reduziertem Pensum. Die Ausbildungs- und die Lebenskosten bleiben 100%, ob Voll- oder Teilzeitarbeit! Eine Wohnung kann nicht zu 80% gemietet werden!
 
Guter Rat teuer? Man sollte wissen woher die Belastungen kommen! Sind diese erkannt, geht es ums Eliminieren. Mit der willkürlichen Festlegung eines Pensums von 80% hält man potenzielle Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt fern. Dies erschwert letztlich die Personalbeschaffung. Aber man redet dem schwierigen Arbeitsmarkt das Wort!

Neben externen Faktoren gibt es aber auch interne. Die geteilten Dienste mögen aus rein ökonomischer Sicht interessant sein, weil so mit dem geringsten Personalbestand gearbeitet werden kann, was die Lohnkosten senkt. Dass aber dieser geteilte Dienst sehr belastend ist, wird einfach ausgeblendet! Geteilte Dienste haben den Nachteil, dass die Arbeitstage sehr lange sind und, dass die Pausen kaum sinnvoll genutzt werden können.  Partner haben Mühe ihr Freizeitverhalten anzupassen. Und wer am Vereinsleben teilhaben oder sich weiterbilden will, erfährt Einschränkungen. Hier liegen u.a die Gründe für hohe Fluktuation und für Kurzabsenzen. Sie werden einfach nicht wahrgenommen oder verdrängt.

Wenn ein Haus mit vielen Wechseln beim Personal konfrontiert ist oder wenn dieses mit dem Bann eines schlechten Images belegt ist, dann ist dies meist auf dem Mist der Führung gewachsen. Analysen im Zusammenhang mit OE-Projekten zeigen dies immer wieder auf.

Wo kommen die Belastungen her?

  1. auserhalb des Arbeitsplatzes, bzw. des Betriebes (privates Umfeld)
  2. am Arbeitsplatz, bzw. innerhalb des Betriebes.

Zu 1.: Das private Umfeld muss jeder für sich analysieren und so gestalten, dass die ausserbetrieblichen Belastungen ein sinnvolles Mass nicht überschreiten. Der Arbeitgeber erwartet eine volle Arbeitskraft. Die Gegenleistung ist ein voller Lohn, OR Art 322 Abs. 1. => auch OR Art. 319 Abs. 1.  Zu beachten ist speziell OR Art. 321 a Abs. 3.  Daraus kann abgeleitet werden, dass die volle Arbeitskraft dem Arbeitgeber gehört.

Zu 2.: Innerbetrieblich gibt es meist mehrere Anhaltspunkte, für eine Verminderung des Belastungspotenzials. Es ist Aufgabe des Kaders, für Bedingungen zu sorgen, dass die Mitarbeitenden möglichst ungestört ihre Kernfunktion respektive ihre zugeteilten Aufgaben erfüllen können. Wo sind Probleme zu suchen? Es ist selbstredend, dass es im ureigensten Interesse des Arbeitgebers ist, dafür zu sorgen, dass der Arbeitnehmer möglichst ungehindert seinen Auftrag erfüllen kann. Der Aufwand für eine PPS in grösseren Betrieben ist kaum mehr wegzudenken. Selbst im Gesundheitswesen wird dem TQM-Management vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt.

Mittel

  • Zu knappe Stellenpläne, vor allem beim qualifizierten Personal, Gefahr, dass man zur reinen, unmenschlichen Funktionspflege übergeht.
  • mangelhafte oder ungeeignete Organisation (z.B. fehlende Demenzabteilung)
  • Finanzielle Engpässe. Diese werden über die "Köpfe" aufgefangen, => höhere Arbeitsbelastung, => mehr Absenzen => erhöhtes Fehlerpotenzial, => tiefere Löhne => Erhöhung der Fluktuation

Personalführung

  • Leitbild und Führungsstil/-verhalten sind nicht kongruent
  • Fehlende Qualifikation des Kaders (Stationsleitung, Pflegedienstleitung) 
  • Mangelnde Konfliktresistenz der Vorgesetzten. Dadurch wird die motivierende Kontrolle neutralisiert
  • Mangelhaftes Führungsverhalten, Probleme der Mitarbeiter werden negiert, nicht ernst genommen oder gar unterdrückt, nur weil man selber nicht führungskompetent ist und um nach aussen (nach oben) den Schein zu wahren. Hier sind die meisten "inneren Kündigungen" und letztlich eine hohe Fluktuation begründet. Es wird über die Mitarbeiter hinweg entschieden. Es fehlt an Sachlichkeit und Offenheit. Mitarbeitende werden höchstens mangelhaft und nicht rechtzeitig oder gar falsch informiert. Die schlechte Leistungsbereitschaft einiger Mitarbeiter wird toleriert und damit werden die anderen zusätzlich belastet.
  • Unmögliche Dienstpläne, die dauernd geändert werden, sowie nicht attraktive Arbeitszeiten (geteilte Dienste)
  • Es wird zwar viel "gesessen", aber auch viel Zeit vertrödelt. Von den Sitzungen gibt es keine Protokolle, worauf man sich später stützen kann
  • Die Organisationsrichtlinien und Pflegestandards sind zwar schön dargestellt vorhanden, um beim nächsten Q-Audit gezeigt zu werden, echt umgesetzt werden sie aber kaum oder man gibt den Mitarbeitenden nicht die Zeit, sich damit auseinander zu setzen.
  • Es werden zu viele kleine Pensen (20-30%) mitgeschleppt mit dem Argument, dass man Ausfälle elgant beherrschen könne. Dabei wirdübersehen, dass diese Pensen nicht effizient sind. Beispiel: 20% entspricht rund einem Arbeitstag/Woche. Wenn nun eine wichtige Information oder eine wichtige Veranstaltung besucht werden muss, die 3-4 Stunden dauert, ist der Grossteil des Arbeitspensums bereits weg! Der so erzeugte Druck müssen diejenigen mit einem hohen Pensum tragen!
  • Weitere Mängel können sein: Ausbildung der Verwaltungsleitung und anderen Kadern (Hauswirtschaft, Küche, Personelles) nicht optimal oder gar ungeeignet.
  • Klare Kompetenzabgrenzung (z.B. zwischen Hausarzt und Pflegenden
  • Hausmachten und alte Seilschaften, welche informell die Führung aushebeln und machen, was sie für gut halten. Hier müssten schleunigst einige "Seile" ausgewechselt werden!
  • Organisationshilfsmittel (Arbeitsabläufe, Organisationsrichtlinien, Stressbewältigung, ...)

Zwischenmenschliche Fehlerquellen:

  • Kommunikationsprobleme
  • Problem der inneren Kündigung => unmögliche dauernde Arbeitsplatzsituation => Aussichtslosigkeit => psychosomatische Beschwerden
  • Zu viele Teilzeitpensen und vor allem wenn diese zu tief sind (weniger als 50%) bringen verschiedene Probleme. So werden die Einsatzpläne dauernd um diese Teilzeitler herum festgelegt und dies auf Kosten der übrigen Mitarbeitenden. Ausserdem sind solche geringen Pensen nicht effizient. Man erreicht die Leute kaum, wenn es um Information und Koordination geht und werden sie zu entsprechenden Sitzungen eingeladen, ist die halbe Arbeitszeit schon vorbei. Schlieslich werden Überstunden gescheffelt und dann bezogen, wenn es dem Betrieb am wenigsten dient.
  • Mobbing, oft erkannt aber es wird nichts dagegen unternommen- also geduldet!
  • Mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
  • Diskriminierendes Verhalten gegenüber ausländischen Mitarbeitern
Belastungen die von den Gepflegten ausgehen:
  • Pflegeabteilung als letzte Lebensstation
  • Steigende Anzahl gerontopsychiatrischer Pflegebedürftiger. Dauernde Höchstleistungen gehen auf Kosten der Freundlichkeit und Einfühlsamkeit gegenüber den Bewohnern. => entsprechende Ausbildung des Personals!?
  • Schwierige Angehörige

Würde man sich bemühen, die belastenden Faktoren zu minimieren, würde die Arbeitszufriedenheit verbessert, die Fluktuation verringert und die Personalbeschaffung vereinfacht.

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Die Erfahrungen die im Ausland, (z.T. in Deutschland) gemacht werden, müssen hier nicht noch einmal gemacht werden:

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

  • 16. 03. 2010:  Riesenauftrag für Meyer Burger!

    Meyer Burger – erhält mit Hennecke Systems einen Riesenauftrag von 250 Millionen Franken aus China. Abwicklung 2010/2011.

          Helvetia – 2009Gewinnsprung um 39,1pc!

  • 17. 03. 2010: Swiss Life – droht AWD-Riesenverlust?

    Swiss Life – erste Gerüchte sprechen davon, dass die deutsche Tochter AWD für 2009 einen doppelt so hohen Verlust abliefern werde wie 2008. Das wurde so von der Börse nicht erwartet! Wird Druck auf die Aktie bringen.

    EFG International – 2009-Konzerngewinn minus 54pc. Dividendenkürzung auf 10 Rappen (25). 
  • 18. 03. 2010: Steiniger Weg nach SMI 7000 – zuerst Konsolidierung?

    Bâloise – 2009: starkes Wachstum, Gewinn plus 8,9pc, pro Aktie CHF 8.64 (7.33), Dividende CHF 4.50.

    Von Roll – 2009: Umsatz minus 23pc, Gewinn 0,6 Millionen Franken, Dividende 10 Rappen. Für Vontobel: "Stabilisierung auf tiefem Niveau, erste Anzeichen einer Erholung. Aber Kursziel wird von 11 auf 10 reduziert." 
  • 19. 03. 2010: Nationalbank sieht höhere Zinsen!
  • Währungen - SNB spricht offen davon: "Die Schweiz muss sich auf höhere Zinsen einstellen". Im Fernen Osten heute früh Euro unter Druck.

    Publigroupe – weiterer Einbruch im 2009. Analysten sprechen gar von desaströsen Zahlen. Umsatz minus 24,1pc, Verlust 20,9 (-42,1) trotz Kosteneinsparungen von 55 Millionen Franken. Keine Dividende. Alle Zahlen unter den schon pessimistischen Erwartungen.

     
     
Mehr unter: cash Guru »

Gesetz des Überlebens in einer verrückten Welt

Das was folgt ist eigentlich der Inhalt eines Briefes an einen Freund, der mir Blumen für meine Blogartikel zukommen liess, die ich herzlichst bedankte und die ich mit Steinen in seinen Garten belohnen will...

Die Leistung bestimmt den Lohn. Welche Leistung ist gemeint? Welches ist die Leistung eines Portiers, eines Schalterbeamten, einer Vorzimmerdame, eines Sekuritas-Angestellten, eines Chefs, eines Lok-Führers? In gewissen Stufen ist die Leistung weniger wichtig, umsonst könnte man nicht 75% der Energie für die Sicherung der Stellung aufbringen...

 

 
 Ich arbeite hier, weil mich das Gesetz dazu zwingt - das Gesetz des Überlebens

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Arbeit – Bedeutung, Ursprung

Arbeit macht das Leben süss“

"Ora et labora - Bete und Arbeite"

 "Gute Belohnung macht willige Arbeiter" Deutsches Sprichwort

"Arbeit, Müssigkeit und Ruh, schliessen dem Arzt die Türe zu" Deutsches Sprichwort

"Wer in der wirklichen Welt arbeiten kann und in der idealen lebt, der hat das Höchste erreicht" Ludwig Börne

Germanen leben zum Arbeiten – Romanen arbeiten zum Leben“. Die Voralpenmenschen waren sicher keine Germanen. Liegt es daran, dass hier so etwas wie eine Hassliebe zu den "Germanen" ausgemacht werden kann?

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Konjunkturprogramm schützt Arbeit und Unternehmen

Eine der Aufgaben der Banken besteht darin, der Wirtschaft Kapital zu deren Funktion bereit zu stellen. Zocken ist weder Auf- noch Kernaufgabe.

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Zukunft der Arbeit

"Die Arbeitswelt steht vor einem gewaltigen Wandel: Neue Management-Methoden und neue Technologien revolutionieren unseren Arbeitsalltag. Das schreibt Daniel Rettig in wiwo. Mehr: ...Heute hier, morgen dort...

"(...) Wir sind die erste Generation, die sich vom Schreibtischzwang emanzipiert“, sagt der Politologe und Journalist Markus Albers, dessen Buch „Morgen komm ich später rein“ gerade im Campus-Verlag erschienen ist.

Darin skizziert Albers, warum Anwesenheitspflicht und feste Arbeitszeiten überholte Modelle sind: „Wir leben in der Informationsgesellschaft, aber arbeiten oft noch nach den Regeln der Industriegesellschaft. Das muss sich ändern. ...)"

Ganz so neu ist das für mich nicht. Schon 1968/69 habe ich etwas ähnliches praktiziert. Ich war damals Mitarbeiter mit freier Arbeitszeit eines kleinen Ingenieurbüros. Eben habe ich an einem Werbeseminar von Profiles International erfahren, dass eine "neue Welle" von Arbeitsformen in die Richtung von freier Mitarbeit gehhen soll, wo die Arbeitenden ihr Pensum und den Arbeitsplatz nach Möglichkeit selber bestimmen, auf uns zu kommen soll.  Da jedoch gleichzeitig ein grosser Mangel an qualifizierten Arbeitskräften vorausgesagt wird, glaube ich kaum an die grossen Freiheiten der Schlüsselarbeitskräfte. Die Zukunft wird es bringen. Als Maschinenzeichner /Konstrukteur bearbeitete ich abwechslungsweise kleinere oder grössere Projekte. Projektleiter für einen neuen Auftrag wurde jeweils jener Mitarbeiter, der gerade für so etwas frei war. Nicht alle Projekte eigneten sich aus verschiedenen Gründen dafür, dass wir diese im Haus abwickelten. So kam es, dass die Arbeit am Ort des Geschehens, bzw. beim Kunden erledigt wurden, oder dass wir vorübergehend an den Kunden "vermietet" waren, quasi als "Fremdarbeiter". Das war eine äusserst erfahrungs- und abwechslungsreiche Zeit. Einmal wurden Bootsstege für eine damals grosse Yacht-Hafenanlage mit ca. 110 Liege und Gastplätze) konstruiert und gezeichnet. Ein anderes mal durfte ich Prozessleitungs- und Gebäudepläne für eine chemische Fabrik herstellen. Diese wurde in Pitesti, Rumänien gebaut. Dann rechnete der Projektingenieur einen Netzplan. Ich war sein "Graphitarbeiter" (Zeichner) und übertrug das Gerechnete auf den Plan. Hier lernte ich nebenbei das Berechnen des kritischen Pfades. Später ging es darum, eine vom Ingeneering skizzierte Maschine für das Umladen von Getreide von einem kleineren auf einen grösseren Typ zu konstruieren und zu detaillieren, von der Fertigungszeichnung bis zu Stückliste. Dabei wurden drei verschiedene Antriebe vorgesehen (Elektromotor, Dieselmotor, Benzinmotor). Ein anderes Projekt betraf die konstruktive und zeichnerische Bearbeitung von Strassenmarkierungsmaschinen.

An einem Tragflügelboot von Supramar durfte ich das WC einbauen und einen Schalldämpfer auf den Luftansaug des 150-PS - Maibach Dieselmotors bauen. Sofern das Schiff noch fährt, geniessen die Passagiere dank meiner Arbeit noch heute geringeren Lärm vom Motor und sie können bei Bedarf zur Erleichterung ihres Ausfluges das stille Örtchen aufsuchen... "Jede Arbeit findet ihren Sinn".


Tragflöügelboot; Foto aus: flickr.com
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Vorteile dieser Art von Arbeitseinsatz: Jobrotation "on the job". Viele Erfahrungen in kurzer Zeit. Grosse Abwechslung. Keine Gefahr des "Einlaufens" und des Ausbrennens. Training der geistigen Regsamkeit. Kennen lernen verschiedener Fachleute, die später zu einem wichtigen Netzwerk gehörten.

Nachteile: Oft längere Zeit auswärts wohnen. Viel "Leerlauf" wegen Reisezeiten (ineffiziente Zeitausbeute). Belastung für die Familie. Besuch von Fort- und Weiterbildungen war eingeschränkt oder unmöglich. Teilnahme am Vereinsleben eingeschränkt, zeitweise unmöglich. Z.T. nicht volle Abgeltung der Spesen.

Arbeits- und Projektplanung

CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Personalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln
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Man sagt (was man nicht allzu ernst nehmen soll!):
  • Wer plant, irrt genauer" und "Strategie sei Irrtum auf lange Sicht.
  • Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum. Wenn mit Datenverarbeitung plant, kann man sich schneller und genauer irren.
  • Leider war noch ein organisatorischer Engpass zu überwinden....
Es gibt verschiedene Methoden, wie der Arbeitstag, die Arbeitswoche oder ein Projekt etc. geplant werden sollen. Wichtig scheint mir, dass geplant wird.Schon eine Aufgabenliste mit den Prioritäten kann einiges bewirken.Beachten Sie die ALPEN-Methode!

Für die mitarbeitende Person gibt es bereits bestehende Termine, dringliche Arbeiten an einem Projekt, die Alltagsarbeit usw. Neben der Planung des Tagesgeschäfts, vergessen Sie nicht, rechtzeitig und regelmäßig Pausen und Zeit für Kreatives vorzusehen!

Der Betrieb wiederum hat strategische Ziele als Vorgabe. Im Bereich der Produktion ist die PPS, Produktionsplanung- und -steuerung angesprochen.

Zur Planung und Steuerung von Projekten ist der Netzplan ein geeignetes Instrument. Auf grafische Weise werden die logische und die zeitliche Abfolge von Teilvorgängen dargestellt (Definition nach DIN 69 900). Mehr bei "Lehrerfortbildung BW": ...Netzplan...
und in Netzplantechnik , siehe auch Methode des kritischen Pfades. verbreitet sind das Balkendiagramm und das Gantt-Diagramm.

Wer vom Morgen bis am Abend mit dem Zeitplanbuch unterwegs ist, läuft Gefahr, vor lauter Planung die Kreativität und die Intuition zu blockieren.

Man sagt, es sei noch kein Meister vom Himmel gefallen. Dieser Spruch galt solange, als es keine Fallschirmspringer und Flieger gab.

Wenn aber Grosskinder, sieben und fünf, bei uns in den Ferien sind und sich selbständig Gedanken darüber machen, wer welche Aufgabe zu erfüllen hat, damit der Haushalt in etwa funktioniert, dann ist vielleicht eine angehende Planerin im Haus, denn "früh übt sich, wer ein/e Meister/-in werden will"

 

Legende (von oben nach unten)

1) Kochen (Aufgabe von Granny = Oma)

2) Tisch decken (Aufgabe von Cheryil und Shannon)

3) Post, Briefkasten leeren (Aufgabe vom Grossdädi)

4) Für frische Luft in der Wohnung sorgen (Aufgabe von Cheryl)

5) Waschen , Wäsche aufhängen (Aufgabe von Granny)

Südeuropäer sind öfters arbeitsunfähig

"(...) Arbeit: Menschen aus Nordeuropa fallen weit weniger häufig aus, als Südeurpäer.

Ausländische Arbeitskräfte in der Schweiz sind weit öfter aus gesundlichen Gründen arbeitsunfähig als Einheimische. Gemäss den gestern veröffentlichten Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind Schweizer zu 2,1 % aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig. Bei Ausländern beträgt der Anteil 4,9%.

Allerdings besteht ein steiles Nord-Süd-Gefälle. Personen aus Nord- und Westeuropa, die in der Schweiz arbeiten sind nur 4% wegen gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig. Bei Südeuropäern steigt der Anteil auf 5,1%. Bei Personen aus dem Westbalkan ist fast jeder zehnte (9,4%) aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig.

Gemäss den BFS-Zahlen arbeiteten Mitte 2007 insgesamt 876 000 Ausländer in der Schweiz. Das waren 3,1% mehr als ein Jahr zuvor. Die zahl der Deutschen stieg um 12% auf 115 000. Auch bei den Porugiesen blieb die Schweiz sehr beliebt. Ansonsten war die Zahl der Südeuropäer auf dem Arbeitsmarkt aber rückläufig. Mitte 2007 arbeiteten weniger Italiener, Spanier und Griechen in der Schweiz als ein Jahr zuvor. GS; Quelle: CASH daily, Nr.35, 20. 02. 08

Leider ist nicht ersichtlich, wie sich die Zahl der "Einheimischen" zusammensetzt. Es darf vermutet werden, dass es eine Mischrechnung gibt. Diese würde vermutlich aufzeigen, dass viele "Südeuropäer mit rotem Pass", die als Einheimische gelten, das Ergebnis beeinflussen.

"(...)Ausländer/-innen sind vermehrt dem Risiko der Arbeitslosigkeit ausgesetzt
Im 2. Quartal 2007 waren mit 7,1 Prozent wesentlich mehr ausländische Erwerbspersonen ohne Arbeit als bei der schweizerischen Bevölkerung (2,7%). Allerdings ist die Erwerbslosenquote der Ausländer/-innen im Vergleich zu 2006 deutlich zurückgegangen (-1,3 Prozentpunkte). 2007 waren insgesamt 67'000 ausländische Personen erwerbslos. Die Unterschiede in der Erwerbslosenquote können teilweise durch das im Durchschnitt verhältnismässig niedrige Ausbildungsniveau der ausländischen Arbeitskräfte erklärt werden. Ausländische Frauen sind besonders von Erwerbslosigkeit betroffen (9,4%; Schweizerinnen: 3,3%). Quelle: Medienmitteilung BFS vom 19. 02. 08

Die Absenzen-Statistik des BFS zeigt: Gewisse Volksgruppen neigen zu mehr Absenzen. Es kann sein, weil sie sich schneller krank fühlen, oder schneller "Krank nehmen". Auch hier wird wie im Sozialbereich eine "Balkanisierung" festgestellt. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass das Hinterfragen speziell der regelmässigen Auffälligkeiten zu Reduktion von Kurzabsenzen bis zu 50% führen können! Es ist eine Frage der Führung! Heute gibt es genügend "Werkzeuge", um ein systematisches Absenzenmanagement durch zu ziehen. Die meisten Versicherungen bieten so etwas an. So zum Beispiel die SUVA, die CSS, die Helsana, usw. Eine Aufstockung des Personalbestandes im Personalbereich würde sich mehr als bezahlt machen! Wenn Sie als Prophet im eigenen Land nicht durchdringen, holen Sie Hilfe von auswärts, um die Angelegenheit zu implementieren. Beispiel: Keller Consulting . Es lohnt sich auch andere Beispiel zu studieren. Beispiel: ORGANISATOR: ...Absenzenmanagement erfolgreich umgesetzt...

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CHO Consulting Herbert Odermatt, Stellenvermittlung, CH 6072 Sachseln - Schwerpunkt Gesundheitswesen - Sie suchen die Herausforderung, wir drücken Ihnen die Türklinke dafür! Mehr: ...Stellenangebote... siehe auch ...Stellenvermittlung... Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen.

Arbeitsplatz der Zukunft: Kontrolle total ...

Gesehen im roloblog, von rolotec

Verfasst von Hans Fischer, 12.02.2008, 10:54

... zumindest wenn es nach dem Welt-Artikel "Firmen arbeiten an Totalüberwachung im Job" geht:"

(...) Mithilfe von Sensoren werden Mitarbeiter auf Stress, Frust, gute Laune oder Müdigkeit hin gecheckt. Mit speziellen Geräten soll sogar das Gehirn der Angestellten angezapft werden.

Über künstliche Intelligenz im Büro oder dem Zusammenwachsen von Mensch und Informationssystemen haben wir schon berichtet.

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Die Menschen werden lernen, die Überwachung auszutricksen - sie wären sonst keine Menschen! Aussser es wäre anders...

"(...) Über kurz oder lang sehe ich uns trotzdem alle in einem totalüberwachten Staat in welchem nur der stärkste und fitteste noch ein Recht auf Arbeit hat und in welcher Arbeitnehmer die nur noch 80% der Norm erfüllen, aussortiert werden wie Abfall." mehr bei: "Microsoft (MS) patentiert die Totalüberwachung" , weiter:

Forum: Computer & Internet

Talkteria Forum

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Es ist gut und recht, alles was möglich ist zu patentieren. Wer weiss, kann man davon irgend wann mal profitieren - oder andere können gewisse Dinge nicht mehr patentieren, weil dies in allgemeiner Form schon einmal gemacht, bzw. beschrieben wurde. Dann hätte der Mensch gegenüber der "Maschine" einen wertvollen Vorteil errungen! Und Patente laufen nach einer bestimmten Zeit aus! Ich bin zuversichtlich, dass Big Brother (George Orwell) in dieser Angelegenheit die Nr. 2 auf dem Rücken trägt! Wenn es MS gelingen sollte, dass wir noch bessere Piloten bekommen, so dass keine Flugzeuge mehr vom Himmel fallen, bessere Chirurgen bekommen damit nie wieder ein falsches Bein amputiert oder ein Herz mit der falschen Blutgruppe implantiert wird, oder bessere Manager bekommen, dass keine Leute mehr entlassen werden müssen, oder bessere Finanzpezialisten bekommen, damit es keine Finanzkrisen mehr gibt..... Zweifel dürfen sein! Wenn etwas gelingen sollte, dann höchsten, dass die Macht und die Manipulation zu Gunsten der Macht umfassender werden. Hoffen darf man auch, etwa dahin, dass es gelingt, eine Harmonie zwischen Arbeitgebern und -nehmern, Habenden und Nichthabenden... zu erreichen. Nun, MS wird auch nur mit Wasser kochen, das darf als Trost gelten.

odh

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Ältere Mitarbeitende

Die Tatsache, dass ältere Mitarbeitende über ein wichtiges Wissen und einen grossen Erfahrungsschatz aufweisen, ist hinreichend bekannt. Es ist auch bekannt, dass viele von ihnen über Eigenschaften verfügen, die vermehrt beachtet und genutzt werden sollten. Jung und dynamisch allein genügt nicht. Wir haben kürzlich über: "Ältere Mitarbeiter sind gefragt" geschrieben. und der Slogan, Ältere sollen den Jungen Platz machen, stimmt schon wegen der wirtschaftlichen und wegen der demographischen Entwicklung nicht mehr.

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Stress mit E-Mail-Überflutung

Stress mit E-Mail - Flut
6 Billionen Geschäfts-E-Mails wurden 2006 durch die Welt geschickt. Vier Stunden am Tag verbringt eine Führungskraft damit, elektronische Nachrichten zu sichten, Antworten zu schreiben und die Inbox aufzuräumen.

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