Cash-Guru News

Die USA werden offenbar den "Finanzern" ermöglichen, das verjubelte Kapital zu einem guten Teil zurück erstattet zu bekommen. Monte Carlo à la USA oder zum Schaden haben die Anleger auch noch den Spott. Das ist in den Regeln des freien Marktes nicht beschrieben. Segelflieger Fredi Herbert ist ein alter Börsen-Profi. Er geht als Cash-Guru den Gerüchten nach und hält dabei die Nase in den Wind. An Gerüchten findet man immer etwas Wahres...
Warum eigentlich sollen sich Fachleute in den verschiedensten Berufen Mühe geben, fleissig, innovativ und einsatzfreudig sein, und sich laufend am Stand der Technik und der Enteicklung orientieren, um sich laufend zu qualifizieren, wenn danach einin paar Hundert Zocker alles zu Nichte machen? Sollen die Zocker doch mal eine Industrie aufbauen, Arbeitsplätze schaffen und für die soziale Wohlfahrt sorgen... Aber eben, leichter gesagt, als getan und es gehört wohl nicht zum "Kerngeschäft"!

CASH-Guru Fredi Herbert

CASH-Guru Fredi Herbert In Gurus Gerüchte-Corner berichten wir kurz und knapp neu zwei mal täglich über die Schweizer Börse.

Gerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

Gurus Gerüchte-Corner

02.10. 08:33

Gerettet?

Chart Instrument-Name
Im Fokus: UBS
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US Hilfspaket - vom Senat genehmigt, am Freitag müssen noch die Kongressmitglieder dafür sein. Bis dann gibt’s nochmals politischen Bazar. Aber Zeit drängt, schlussendlich wird zugestimmt werden.

UBS - VR-Präsident Kurer: "3.Q. wird eine schwarze Null (kleiner optischer Gewinn) bringen. 2009 werden wir wieder profitabel sein. Bank wird in drei Unternehmensbereiche mit grosser Autonomie aufgeteilt. Reorganisation läuft nach Plan und wird konsequent weitergeführt." Details zum 3.Q. werden am 4. November veröffentlicht.

Lehman-Pleite - erste Erhebungen erhärten Befürchtungen, dass bis zu 70 Milliarden Dollars Aktien "verschwunden" sein könnten. U.a. auch 2,78pc der UBS-Aktien. FBI eingeschaltet. Fachleute befürchten grösste Finanzmachenschaften "aller Zeiten".

Clariant - neuer Chef singt das hohe Lied der Unabhängigkeit. Ob sich das in dem Umfeld bewahren lässt?

SIA Abrasives - Robert Bosch GmbH als Weisser Ritter, bietet im Einverständnis mit VR 435 Franken in bar. Hat bereits Behrs 38pc-Paket zu einem wesentlich höheren Preis gekauft und wird nunmehr die Aktienmehrheit mit Leichtigkeit erreichen.

Nationale - Valartis senkt Kursziel auf 1180 (1300).

Galenica - Goldman Sachs beginnt Analysen mit neutraler Einschätzung und Kursziel 425.

Vögele - Merrill Lynch reduziert Kursziel auf 50 (53).

Gottex - auf dem Schleudersitz, Kursziel wird von Citi von 21 auf 10 mehr als halbiert. Gottex gerüchteweise Opfer von "verschwundenen Aktien", die vom FBI untersucht werden. Credit Suisse geht auf 36 (51), erwähnt aber "überdurchschnittlich". Grosser Widerspruch zu Citi!

Ferner Osten - alle Börsen gehalten oder knapp leichter. Keine Eigeninitiative.

Optionen - Unsicherheit herrscht wieder vor. Vorbörsliche Umsätze in: KSMJC, WSMID, WMSIZ.

Tendenz - abwartend. Vorbörse plus 22 Punkte.

02.10. 11:15

Guru-Flash 11:15

Chart Instrument-Name
Im Fokus: UBS

Tendenz - freundliche Grundtendenz - aber Index stösst an.

UBS - Zwischenmeldung wesentlich besser als erwartet. Analysten wollen aber 3.Q.-Ausweis (4. November) abwarten, um sich ein Bild zu machen. Aktie sucht neues Kursniveau. Profis können 20-23 sehen.

Gottex - das "Verschwinden" von Aktien könnte zum grössten Finanzskandal der Wall Street werden. FBI und EBK eingeschaltet. Es wird insgesamt von 70 Milliarden verschwunden Dollarwerten gesprochen.

Rieter - Kursbewegungen lassen darauf schliessen, dass Profis kaufen. Einen Tag kaufen, einen Tag Abstinenz...

Bosch Weisser Ritter zu 435 Franken bar. "Der Mist ist geführt".

Dollar - Shorteindeckungen, weil Trader jetzt befürchten, Annahme Hilfspaket werde starke Nachfragewelle erzeugen.

Optionen - alles konzentriert sich auf Bankencalls. Umsätze und Bewegungen in: UBSQP, UB.

Optionen - alles konzentriert sich auf Bankencalls. Umsätze und Bewegungen in: UBSQP, UBYDU, UBSQE, UBSJY, CSGJW, UBSWQE, UBSYD, CITWA, UBEEI.

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Haftungsauschluss

In Guru’s Gerüchte-Corner berichten wir kurz und knapp über die Schweizer Börse. Gerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Es geht uns im Gegenteil darum, Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer bewegt, rasch und ungefiltert an unsere Leser weiterzugeben. Für die Richtigkeit der Inhalte übernehmen wir deshalb keine Verantwortung.

Hinweis

Der Autor Fredi Herbert ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreicht werden.

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Die Summe aller Spekulationen gleich Null?

Dammned - oh Schreck!

 

 

Schon Henry Ford soll festgestellt haben, dass Spekulation eine etwas angesehenere Form von Diebstahl sei. Wenn jetzt die Spekulationsblase mal wieder platzt, erwischt es doch die Richtigen. Nur schade für die Leute aus Landwirtschaft und Produktion, die mit reingezogen werden.

Das Geschäft der Geldinstitute ist einfach: die Kreditnehmer zahlen höhere Zinsen, die Sparer bekommen tiefere Zinsen. Mit der Differenz kann die weltweite Wirtschaft terrorisiert werden. Was dabei herauskommt, kann gegenwärtig schmerzvoll betrachtet werden.

Der Altmeister André Kostolany sagte u. a.:
  • "Weise ist der Börsenspekulant, der die Sprache der Dummköpfe versteht"
  • "In Anlagefragen kann man dem Sparer erfolgreich nur das raten, was er tatsächlich haben will. Auf Versprechungen von irrealistischen Gewinnen fallen sie immer herein. Von einer Anlage abzuraten, die man ihm mit Riesenprofiten eingeredet hat, ist unmöglich"
  • "In der Wirtschaftspolitik ist das richtige Steuern nicht mehr als die Anpassung an die Realität."
  • "Für die Kursentwicklung ist es nicht wichtig, was heute geschieht, sondern was sich morgen ereignen wir. Denn, was heute geschieht, ist in den Kursen bereits enthalten."
  • "Man nennt mich oft "Börsenexperte". Ich akzeptiere das Kompliment nicht, weil ich weiss, was morgen an der Börse sein wird, sondern weil ich weiss, was heute ist und was gestern war. Und das ist schon sehr viel, denn die meisten Profis wissen nicht einmal das. Sie wissen auch nicht, dass die Kurse meistens die Nachrichten machen, die dann weitererzählt werden, und nicht die Nachrichten die Kurse."
  • "Man darf der Tendenz nicht nachlaufen, man muss ihr entgegen gehen."
  • "...ohne ein bisserl Inflation könnten wir nicht leben." Und das ist wohl die Wahrheit. Denn ohne massvolle Inflation würde die heute Wirtschaft der freien Welt ersticken. Die Weltwirtschaft braucht diese Art Stimulation wie der menschliche Organismus manchmal ein wenig Alkohol, Kaffe oder Nikotin. Warum? Weil die Staaten, die Städte, grosse und kleine Unternehmer, Baulöwen und Kaufleute alle so in der Kreide stehen, dass sie sich ohne " ein bisserlInflation" nie von ihren Schulden entlasten könnten."
  • "Diese gigantische Verschuldung mit hoher Zinslast wurde von Anfang an in der Hoffnung eingegangen, dass die Preise weiter steigen würden. Tun sie es nicht mehr, kann die ganze Welt Pleite gehen - so wie anhaltende Dürre blühende Felder vernichtet." (Bemerkung: aktuelles Geschehen: Die Verschuldung wurde aber in letzter Zeit durch tiefe Zinse grade noch gefördert).
  • ein altes Börsengesetz: Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.

alt Kanzler Schmidt:

"(...) Auf die Finanzmarktkrise angesprochen, unterteilte alt Kanzler Schmidt (Raubtierkapitalismus) die Menschen in Kategorien: „Die Normalen, die auch ein bisschen Schmu machen und aus dem Supermarkt einen Riegel Schokolade mitnehmen. Die zweite Stufe sind die mit einer leichten kriminellen Ader. Und die dritte Stufe sind die Investmentbanker.“

Molière:

"(...) Die Kranken sterben nicht an ihrer Krankheit, sondern an der Medizin, die man ihnen verabreicht

 

Foto: Cicero - Magazin für politische Kultur

Wohin die Reise bisher geführt hat, kann nachgelesen werden:

Karikatur: Cicero - Magazin für politische Kultur: Bush spendet Trost
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Die Illustration von 87 Milliarden ist schon beeindruckend. Wenn Sie wollen, dann sehen Sie sich doch mal 315 Mia Dollar an: ...A little Perspective on 315 Billion (Mia!) Dollars...

700 Mia wären demnach 2,22 mal soviel!

Der internationale Währungsfond glaubte noch im April 2008, dass die Kosten weit höher sein werden, nämlich, 945'000'000'000 Dollar mehr: in der WELT ONLINE: ...945 Mia Dollar...

Inzwischen sehen die Zahlen etwas anders aus:

Irakkrieg:

Der Irakkrieg kostete 60 mal mehr als ursprünglich geplant. Joseph Stiglitz hat nachgerechnet. Er kam auf die Summe von 3 Billionen Dollar, die Kosten für den Irak nicht mitgerechnet! Mehr in ZEIT ONLINE: ... Der Drei-Billionenkrieg...

US-Regierung zur Finanzkrise: ...Wir sprechen von Hunderten Milliarden Dollar... (FOCUS ONLINE, FINANZEN).

Nun, auf welche Art die maroden Finanzinstitute neu finanziert werden, die so entstandenen Schulden werden nie beglichen. Die schleichende Inflation, die wegen des Finandebakels ausgelöst wird, verzehrt die Schuldenlast vielleicht innert 20 oder 30 Jahren.

Die einfachste direkteste und primitivste Art der Mittelbeschaffung ist der Weg über die Steuerzahler. Nicht minder primitiv ist die Belastung der Rentner, indem versprochene Leistungen nicht erbracht werden. Oder kann mir jemand aufzeigen, der bisher eine Idee aufgezeigt hat, wie man den Steuerzahlern entgegen kommen möchte?

Die kopflose politische Klsse in Washington (Wer rettet den Rettungsplan, NZZ), zeigen absolute Führungsschwäche. Man hat versucht, mit dem Teufel an der Wand dem Steuerzahler 700 Mia Dollar aufzubürden mit dem Hinweis, dass sonst die (amerikenische) Welt untergehe (Spiel mit der Angst). Das war nach dem 87-er Crash ähnlich. Damals trafen sich über dreissig Professoren aus aller Welt in Washington zu einem Symposium. Sie "orakelten" schlimmste Ahnungen und gaben schwärzeste und fast katastrophale Voraussagen für die Weltwirtschaft. Es geschah in der Folge jedoch genau das Gegenteil ihrer Prognosen. In der Folge mussten die Notenbanken intervenieren, um wegen der florierenden Wirtschaft die drohende Inflation zu bekämpfen! So gesehen sind die Abgeordneten des Representantenhauses keine "Verrückte, Brandstifter, Nihilisten und als verachtungswürdige Bande, die nicht einmal eine Wurst zu fabrizieren vermögen" (gem. Wallstreetjournal), sondern besonnen vorsichtige Politiker, die dem Präsidenten Bush nicht einfach aus der Hand fressen. Eher bei ihm und seinen engsten Beratern müssten die erwähnten Eigenschaften gesucht werden.

Ich wiederhole mich: Oskar Lafontaine: "Wenn eine alte Frau ihr Erspartes von ein paar Tausend Euro zur Bank bringt und 25 % Zins anstatt der angebotenen 1% verlangt, hält man sie reif für die Psychiatrie und bestllt diskret die Ambulanz. Wenn der Joe Ackermann von der deutschen Bank so etwas sagt, wird er dafür noch honoriert."

Aus 1 mach 24! Schliesslich lässt es sich mit 24% gut leben, so die Milchmädchenrechnung. Daraus folgt, dass eine Unzahl von Sparern und Kreditnehmer weltweit eine "Elite" von Finanzmenschen finanzieren. Die Summe der Verlierer und die Summe der Gewinner ist Null. Denn geht man von einer bestimmten Summe aus, so verschwindet die nie. Sie wechselt lediglich den Besitzer.
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Alles hängt offenbar davon ab, ob es mehr Dummköpfe als Papiere gibt.
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Einst waren es mittellose Arbeitnehmer, die ihre Feudalherren oder Fabrikdirektoren reich machten. Heute sind es Sparer und Hungernde, die von Spekulanten ausgenommen werden. und alles läuft nachden Gestzen des Götzen "Markt" ab, der alles Unrecht zulässt. Der "Markt" hat ausgespielt, weil es ihn nicht gibt! Trotzdem tun viele so, vor allem Oekonomen, Wirtschaftsfachleute und Politiker, als gäbe es ihn.

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