«Die USA sind kein Vorbild»

«Die USA sind ein Beispiel dafür, wie man mit radikaler Deregulierung eine Gesellschaft ruiniert. Das schreibt der Starökonom Paul Krugman in seinem neuen Buch, einer Abrechnung mit George W. Bush. Im Gespräch mit manager-magazin.de erklärt er, von welchen Amerika-Klischees sich die Europäer besser verabschieden - im eigenen Interesse ...

 

... lesen sie weiter im manager-magazin ...


... die einzelnen Bereiche können sie mit obigem Link anwählen:


Teil 1: "Die USA sind kein Vorbild"

Teil 2: "Wer arm ist, entkommt dem Hurrikan nicht"

Teil 3: "Protektionismus liegt nicht im US-Interesse"

Teil 4: "Republikaner bedienen Rassismus"

Teil 5: "Amerika muss ein westliches Land werden"

Teil 6: "Clinton war unentschlossen und ungeschickt"

Teil 7: "Der Boom basierte nicht auf Steuersenkungen"

Teil 8: "Amerikas Vorsprung ist nicht beeindruckend"

Teil 9: "Mindestlöhne sind nicht schädlich"»


Alle 9 Teile zusammen sind in der Druckversion ersichtlich.

Babylon der Wissensgesellschaft?

"(...) Wissen ist die Veredelung von Information durch Praxis. Jedes Wissen setzt Praxis voraus.

Hans Fischer, rolotec, befasst sich mit der Wissensgesellschaft und der Auswirkungen. Was hat er uns dazu zu sagen?

Veraltete Tools im Informationszeitalter

Im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" haben wir geschrieben:

"(...) Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte?"
Obwohl anders gefragt, geben zwei aktuelle Studien eine Antwort. ZDNet.de schreibt im Artikel "Studie: Kommunikationstechnik in vielen Firmen veraltet":
"(...) "Ein Unternehmen muss heute als die Summe seiner erfolgreich gelösten Aufgaben betrachtet werden. Doch das Aufgabenmanagement wird mit Werkzeugen bewältigt, die zum Teil über 20 Jahre alt sind. Das führt zu E-Mail-Fluten, sinnlosen Konferenzmarathons und telefonischen Abstimmungsorgien, die in der Summe kontraproduktiv sind, weil sie die Projektverantwortlichen ebenso wie die Arbeitsebene von der eigentlichen Arbeit abhalten, Aufgaben zu lösen", sagt Karl-Heinz Land, Chef des IT-Dienstleisters Exsolut."
Wie mehrfach schon im Roloblog erwähnt und mit Praxisbeispielen untermauert, setzen zeitgemässe Kommunikations- und Kollaborationsmassnahmen nicht zwingend Riesenbudgets voraus. Insbesondere interaktionsfördernde, leicht zu bedienende und vor allem auch preiswerte Web 2.0-Anwendungen haben - für Unternehmen jeder Grösse - neue Möglichkeiten eröffnet.

 

"(...) Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte?"

Weil viele Bauern dem Boden die Aufmerksamkeit entzogen haben, sind sie in die Abhängigkeit der Agrarindustrie gelangt. Diese zieht nun vorübergehend mehr Profit aus dem kargen Boden, als dieser auf die Dauer hergeben kann, laugt diesen bis zur Unbrauchbarkeit aus und lässt den Bauern verarmen...

Ein Begriff ist die Individualisierung eines Ganze oder genauer gesagt einer Struktur. Und ich bediene mich sodann dieses neuen Wesens wie einer unveränderlichen Grösse...

Der Begriff enthält die Definition, aber geht ihr voraus. Der Begriff ist die Idee, dies da zu definieren. (Dies da, was zuvor nur eine Gesamtheit war. und nun zu einem Wesen wird).
Wenn ich über eine beliebige gewundene Kurve verfüge, so ist jede regelmässige periodische Kurve, die sich darin einfügt, ein Begriff. Der Begriff vereinfacht in diesem Fall das Universum. Und ordnet es. Und ich kann nicht sagen, dass ich diese regelmässigen Kurven als Wahrheiten wiederfinde, die vor mir vorhanden gewesen seien und hier ihrer Natur nach verborgen wären, denn als ich aufs Geratewohl meine Zeichnung ausführte, dachte ich gar nicht an eine regelmässige Kurve, sondern an eine beliebig gewundene Linie.

Doch jetzt, da ich über diese Sprache verfüge, kann ich meine Kurve ausdrücken, indem ich sie benenne, wie auch irgend eine ihrer Besonderheiten, zum Beispile eine Abszisse. Und das genügt mir, um an dieser Stelle das Geordnete zu erkennen...

 

...Die Erkenntnis: sie besteht keineswegs im Besitz der Wahrheit, sondern einer zusammenhängenden Sprache...

Antoine de Saint Exupéry, Carnets, Verstand und Sprache

Mit der "Wissensentwicklung" ist es ähnlich wie mit der Empirie, die zuweilen der Wissenschaftlichen Erkenntnis vorausgeht

"(...) Durch Gleichungen wird wird die Erfahrung in Flaschen gezogen. Aber eigentlich geschieht es selten im Bereiche der Praxis, dass die Maschine aus der mathematischen Analyse gleich hervorgeht wie das Kücklein aus dem Ei.. Die mathematische Erfahrung geht zuweilen der Erfahrung voraus, aber häufig begnügt sie sich damit , die Erfahrung zu registrieren, was im übrigen eine wichtige Aufgabe ist. Grobe Messungen ergeben, dass die Veränderung eines gewissen Phänomens durch den Zweig von Hyperbeln vollkommen wiedergegeben werden. Der Theoretiker registriert sofort diese experimentellen Messungen durch fromme analytische Bemühungen, dass es gar nicht anders sein konnte. Sobald ihm dann schärfere Messungen gestatten, seine Kurve, die nunmehr einer Kurve einer ganz anderen Formel weit ähnlicher ist, genau zu präzisieren, wird er das Phänomen noch genauer durch diese neue Gleichung registrieren. Aber er wird auch, durch genau so fromme Bemühungen beweisen, dass das von Ewigkeit her voraussehen liess...

"Über die Versuchsflieger", Saint Ex

Das Informationszeitalter hat nicht verhindert, dass uns vor allem in etwa fünfjähriger Regelmässigkeit eine Finanzkrise nach der anderen mit bis zu globaler Auswirkung beschert wurde, wobei es im Grunde genommen immer um den gleichen Trick ging: Mittels übertriebenen Gewinnversprechen, werden den Dummköpfen die Moneten aus den Taschen gezogen. Die Dummköpfe auf höherem Level, meine ich.

 

 

Wissen falsch angewendet und die Erfahrung ausser Acht gelassen

Foto H. Odermatt  

Und sie wird den Menschen keine fassbare Information liefern, wie gross die Energiereserven verfügbar sein werden. Profit vor Information!

Jedoch: selbst mit einem alten Hammer kann ein Nagel gerade eingeschlagen werden, dazu ist nicht partout ein hoch komplexes Nagelgerät erforderlich. Selbst die "veraltete russische Raketentechnik" wird von den mit "modernsten Geräten" operierenden Amis dankbar verwendet.

Braucht die Presse Blogger? II

Am 22.07. 08 habe ich geschrieben:

Braucht die Presse Blogger?

Es braucht sie! Sie besitzen jene Narrenfreiheit, welche angestellte Journalisten nicht in vollem Umfang besitzen.

Stephan Marti schreibt, warum Blogs gelesen werden. Lesen Sie seinen Kommentar:

Heute erhalten sie die Antwort, warum Blog-Beiträge überhaupt gelesen werden und ob Blogs die Zeitungen verdrängen oder ergänzen.
Weblogs versus Journalismus
Sind Blogger «Journalisten»?
Eine Befragung von Schweizer Blog-Netzwerken



Hauptseminararbeit

von Matthias Gerber - Thunstrasse 85 - 3006 Bern - 078 765 88 69 - matthias dot d dot gerber at gmail dot com oder matthias dot gerber at gorillas dot ch

Universität Freiburg, Departement für Gesellschaftswissenschaften:
Medien- und Kommunikationswissenschaft
Hauptseminar „Borderline-Journalismus“
Prof. Dr. Louis Bosshart
Diese Arbeit muss von allen Journalisten gelesen werden, die der Ansicht sind, Blogger seien eine Gefahr für den papierenen Journalismus. Zur Pflichtlektüre gehört die Arbeit auch für Blogger, die der Meinung sind, auf die Printmedien könnte verzichtet werden.

Die Arbeit ist hoch spannend, auch wenn viele unserer Blogger- und Journalisten-Kollegen sagen werden, das haben wir ja längst gewusst. Wissen und aufzeigen können ist zweierlei. Es braucht in der heutigen Zeit beide und es wäre schön, wenn das Verständnis für die gegenseitige Ergänzung verfestigt werden könnte. Das ist eine Art Guerilla-Marketing oder wie die Gorillas sagen, eine Guerilla-Kommunikation. Nehmt es einem Finanzmenschen der als Ergänzung in Marketing abgeschlossen hat, nicht übel, wenn ich scherzhaft von Gorilla-Marketing spreche - ich scheine kein Einzelfall zu sein.

«7 Fazit und Ausblick
In dieser Arbeit wurde das Ziel verfolgt, herauszufinden, ob die Bloger von Swissblogpress und Blogwerk „Journalisten“ sind. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die befragten Blogger journalistischen Handlungsweisen nachgehen und die meistgenannten Motivationsgründe fürs Bloggen auf ein journalistisches Rollenselbstverständnis hinweisen. Zudem war eine professionelle journalistische Erfahrung unter den Befragten weit verbreitet. Zwar lässt sich nicht sagen, dass sich die Blogwerk- und Swissblogpress-Blogger selbst als Journalisten sehen, doch erfüllen sie die Kriterien journalistischer Qualität und Ethik.
Es hat sich herausgestellt, dass sich die Wahrnehmung journalistischer Funktionen und das Verbreiten der eigenen Meinung für Blogger durchaus nicht ausschliessen müssen. Daraus
lässt sich auf ein neuartiges publizistisches Verständnis schliessen. Die Bezeichnung „neue Art von Journalismus“ stiess bei den Befragten auf Akzeptenz, was diesen Schluss stützt.
Dass der professionelle institutionelle Journalismus besonders erfolgreiche Blogger mit grossen Reichweiten im Kampf um die immer knapper werdende Ressource Aufmerksamkeit als Konkurrenten betrachten, kann angesichts der fortschreitenden Verbreitung von etablierteren, aktiveren, seriöseren und professionelleren Blogs mit qualitativem journalistischen Inhalt als verständlich betrachtet werden. Andererseits wurde mit der vorliegenden Studie nachgewiesen, dass einige Blogger bezüglich ihrer journalistischen Merkmale nicht weit davon entfernt sind, dem professionellen institutionellen Journalismus die Stirn zu bieten.
Dennoch sollten Blogs nicht als Ersatz des traditionellen Journalismus angesehen werden. Sie bieten jedoch angesichts ihrer Authenzität, der interaktiven, vernetzten Kommunikationsstruktur eine interessante Ergänzung.
Die Frage ob sich das Verhältnis der beiden „ungleichen Brüder“ (vgl. Sixtus 2005), künftig in Richtung Symbiose oder Konkurrenzkampf entwickeln wird, anerbietet sich als spannender Gegenstand einer weiterführenden Studie.»

Herzlichen Dank Herr Gerber, dass diese Arbeit hier präsentiert werden kann. Sie verdient es beachtet und verlinkt zu werden.


Vor einem Jahr erschienen: Souverän durch den Stau - Bern rollt

Vor zwei Jahren erschienen: Porzellan für Kenner

Vor drei Jahren erschienen: Bern 23.45 - die Polizei, dein Freund und Helfer?


Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - eigenständig, unabhängig, langfristig
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CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Personalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln, Tel.: 041 660 39 79

Dipl. Pflegefachpersonen, anerkannte Altenpflegerinnen/-pfleger, Gesundheits- und Krankenpflege für Heime, Spitäler, Spitex.
Einsatz vorallem in der deutschsprachigen Schweiz. Sie suchen eine Veränderung, wir unterstützen Sie dabei vertraulich. Sie leben in Bulgarien, Rumänien, Tschechien, in der Slowakei, Ungarn, Polen..., oder Sie sind in der "alten EU" tätig und haben einen EU-Aufenthaltsstatus, möchten sich aber verändern. Ihre Berufserfahrung, verbunden mit guten Deutschkenntnissen sind hier gefragt! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Aber auch wenn Sie bereits hier im Einsatz sind und sich diskret verändern wollen, sehen wir Möglichkeiten.

Arbeitszeugnis II

In schöner Regelmässigkeit werden die schlimmsten Märchen über Geheimcodes in Arbeitszeugnissen geschrieben, z. B. in FOCUS ONLINE: ...Geheimcode der Chefs...

Vorerst gilt einmal: eine eigentliche Geheimsprache für Arbeitszeugnisse gibt es nicht! Gäbe es eine, müsste diese mindestens den Profis bekannt sein und Definitionen vorliegen, damit in dieser Geheimsprache kommuniziert werden könnte.
Aber: Interpretationen von Arbeitszeugnissen gibt es vermutlich so viele, wie es Zeugnisschreiber und -leser gibt! Interpretationen z. B. "wie ich vermute", oder "ich lese daraus" (wie aus dem Kaffeesatz) sind gefährlich da kein Feedback zum Schreiber oder Autor des Zeugnisses fehlt.

Wer Gelegenheit hat, Arbeitszeugnisse zu lesen, wird mir bestätigen, dass neben hervorragenden Arbeiten, viel Unqualifiziertes daher kommt! Es ist oft gerade eine Frechheit, was einem Arbeitnehmer, der über längere Zeit seinem Arbeitgeber die volle Arbeitskraft zur Verfügung stellte, zugemutet wird und wie er billig abgespiesen wird. Eine Referenzauskunft oder auch zwei, sind deshalb meist unumgänglich.

Jeder verantwortungsvolle Personalleiter, Personalassistent oder Vorgesetzte wird sich bewusst sein, was ein Zeugnis bedeutet und welchen Schaden man damit allenfalls anrichten kann. Dies gilt sowohl für ein schlecht dargestelltes bzw. formuliertes Zeugnis, wie für ein Gefälligkeitszeugnis.

Nach wie vor gilt: Ein Arbeitszeugnis muss wahr, vollständig, klar und wohlwollend und in korrekter Form geschrieben bzw. dargestellt sein. Ausserdem ist ein Hinweises dienlich, dass das Zeugnis nicht codiert ist.

Wer ein Arbeitszeugnis kritisch durchsieht, kann allfällige Mängel reklamieren. Oft werden Zeugnisse aber einfach genommen wie sie sind. Man hat schon eine neue Stelle in Aussicht und die bisherige will man möglichst schnell vergessen... Je nach dem, kann es plötzlich wichtig werden, dass das Zeugnis ergänzt, korrigiert oder richtig gestellt wird.

Für einen Zeugnisleser wäre es wichtig zu wissen, wer das Zeugnis geschrieben hat und was diese Person davon versteht!

"(...) Das Arbeitszeugnis ist sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber von Bedeutung. Für den Arbeitnehmer ist das Arbeitszeugnis ein Leistungsnachweis, welcher ihm ermöglicht, einem potentiellen Arbeitgeber gegenüber seine Berufserfahrung und seine Fähigkeiten nachzuweisen. Für den Arbeitgeber ist es im allgemeinen die erste und wichtigste Informationsquelle über einen Bewerber. Das Ziel dieser Arbeit ist, das Arbeitszeugnis möglichst umfassend darzustellen. Dazu gehört in erster Linie die Untersuchung der Handhabung des Arbeitszeugnisses bei der Anstellung und beim Weggang eines Mitarbeiters. Um eine Grundlage für die Beurteilung der Arbeitszeugnishandhabung in der Praxis zu schaffen, soll in einem ersten Schritt die Theorie über das Arbeitszeugnis aufgearbeitet werden. Diese Aufarbeitung umfasst die Klärung von Fragen nach:
- dem Stellenwert, der Funktion und der Validität des Arbeitszeugnisses in der Personalauswahl.
- den Methoden zur Analyse der Arbeitszeugnisse.
- den rechtlichen Vorschriften für das Arbeitszeugnis.
- den möglichen Fehlern in der Arbeitszeugniskommunikation.
- der Existenz einer einheitlichen Zeugnissprache.

- den impliziten Wertvorstellungen, welche den theoretischen Überlegungen zugrunde liegen.

Author: Schwarb, Thomas M. (Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz)

(Fast) alles über das Arbeitszeugnis von Prof. Thomas M. Schwarb und hier speziell:
...Das Arbeitszeugnis als Instrument der Personalpraxis...

Eine gute Übersicht bietet auch: "Arbeitszeugnis", Dokumentation zum Abfassen von Arbeitszeugnissen, LSO, Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn.

05 Der Überfall in Nidwalden im Jahre 1798

Fortsetzung von 04 Der Überfall in Nidwalden 1798

 

Blick vom Allweg zum Buochserhorn, Foto H. Odermatt

 

Sie haben mittlerweilen den Schreibstil von Pfarrhelfer Franz Joseph Gut kennen gelernt. Ich werde die folgenden Kapitel etc. dem Sinn nach widergeben und die alte Schreibweise verlassen. Da wo es mir wichtig scheint, werde ich wörtlich zitieren.

Die Nidwaldner (wahrscheinlich eher die Kleriker) glaubten, dass mit der Annahme der helvetischen Staatsverfassungvon 1798 neben seinen Rechten und Freiheiten als freier Landmann auch seine katholische Religion gefährdet würde. Daher sollen auf einige Stellen dieses Machwerks hingewiesen werden, die diese Befürchtung bestätigen, so der Autor. Je tiefer man sich in die Ausführungen des Pfarrhelfers aus Stans einliest, desto mehr wird es bewusst, dass die Franzosen ein sichtbarer, die Kirche aber ein unsichtbarer Gegner der Nidwaldner waren! Die Macht der Kirche war offenbar umfassend.

Die Botschaft: „Wenn ihr glaubt, bekommt ihr das ewige Leben!“ War ein raffinierter Handel. Er nützte den Verführern (Kleriker), wie den Verführten (Volk).

Weiter ...

Italien negiert Volksmeinung – es setzt auf Atomstrom

"(...) Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hatte im Wahlkampf erklärt, er verfolge das Ziel einer Wiedereinführung der zivilen Nutzung der Atomenergie für Italien. Die Italiener hatten diese 1987 - im Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - per Volksabstimmung verboten. Mehr im Tagesanzeiger ...Italien kehrt zur Atomkraft zurück...

Mir läuft es kalt über den Rücken, wenn ich an die Entsorgung des „normalen Mülls" in Neapel denke und diese italienischen Verhältnisse auf die Entsorgung radioaktiver Abfälle übertrage.

Ob es dem „Cavaliere“ gelingt, die "Paten" aus dem Spiel zu halten wird sich weisen!

"(...) Die neue konservative Regierung unter Silvio Berlusconi will am Mittwoch in Neapel die erste Sitzung des neuen Kabinetts abhalten. Berlusconi hatte eine rasche Lösung der Krise angekündigt. Der Regierungschef wolle ein Dutzend Standorte für den Bau neuer Mülldeponien bestimmen, berichtete «Repubblica». Mehr im Tagesanzeiger: ...Die ganze Nacht brannte Abfall in Neapel...

Mülldeponien werden schnell bestimmt sein, die spätere Entsorgung werden eventuell andere an die Hand zu nehmen haben. Die Italiener könnten sich in der Schweiz über die Kosten nachträglicher Entsorgung informieren (Sondermülldeponie in Kölliken, Bonfol usw.). Aber möglich ist, dass die Praktiken von Shellafield besser ansprechen... Oder sind Shellafield und Tschernobyl schon vergessen?

Kölliken: der Bund leistet Beiträge an die Sanierung

Lesen: Gesalzene Rechnung für Altlasten (swissinfo)

Lesen: Müll aus Italien in Deutschland angekommen (ZISCH)

Luftfeuchtigkeit

Hoch oben auf dem Weissenstein, knapp über dem Nebel, (die Wettercam haben wir vorher nicht beachtet), fragt Stephan der Finanzblogger nach PS und Brems-PS, dann noch nach der Feuchtigkeit und nach dem Gewicht der Luft. Etwas ungewöhnlich für einen Finanzprofi und Vermögensberater, aber typisch für Stephan; siehe ...Energie in einer Wolke...

GIch habe ihm versprochen, nebst der Kraft der Thermik, noch etwasüber die Luftfeuchtigkeit zu erzählen. Schliesslich ist er ein Feinschmecker, besonders was Wein, Bier und Cigarren anbelangt. Mittels eines Humidors kann die Austrocknung von Cigarren verhindert werden.

Luft ist also nicht einfach nichts. Sie ist ein gasförmiges Gemisch. Dieses besteht auf Meereshöhe aus 21% Sauerstoff, 78% Stickstoff und 0,1% Wasserstoff sowie aus kleinen Mengen an Edelgasen wie Argon, Helium u.ä. Ein wichtiger Bestandteil ist der Wasserdampf.

Mit zunehmender Höhe ändert sich die %-uale Zusammensetzung. Auf 10'000 M. ü . M. beträgt der Anteil an Sauerstoff 18,2, jener von Stickstoff 81,2 und der Wasserstoff 0,35 %. Auf 50'000 M. ü. M. sind es 7% Sauerstoff, 79,2 % Stickstoff und 13,6% Wasserstoff.

Der atmosphärische Druck ändert sich mit zunehmender Höhe. Torricelli, ein italienische Physiker des 17. Jahrhunderts hat als erster den Luftdruck mittels Quecksilbersäule gemessen. Der Luftdruck beträgt im Durchschnitt auf Meereshöhe 760 mm Hg oder 1013,2 hPa

Die Temperatur der Luft ändert mit dem Luftdruck, nimmt also mit zunehmender Höhe, oder abnehmendem Druck ab und umgekehrt.

Die Luft hat in der Natur drei Aggregatzustände: gasförmig (üblicher Zustand), flüssig (Nebel, Regen) und fest Schnee, Eis). Alle drei Zustände können vom einen zum anderen Zustand wechseln.

Fest- Flüssig: durch gefrieren bzw. schmelzen

Dampf - Fest: durch Sublimation (beide Richtungen)

Dampf- Flüssig: durch Kondensation bzw. Verdampfung

Wie wir merken, ist Luft wirklich mehr als „nichts“!

Wenden wir uns der Luftfeuchtigkeit zu:

Die Luft kann eine gewisse Menge an Wasser in Form von Dampf (Wasser gasförmig) aufnehmen. Die Wasseraufnahme hängt von der Temperatur (und diese ist eine Funktion des Druckes) ab.

Bei einem Luftdruck von 1000 hPa enthält gesättigte Luft:

Wasser pro kg Luft

-20° C = 0,8 g

-10° C = 1,6 g

0° C = 3,8 g

+10° C = 7,8 g

+20° C = 15 g

+30° C = 28 g

Ein bestimmtes Volumen Luft kann maximal eine ganz bestimmte Menge an Wasser aufnehmen. Die Menge des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes kann verschiedartig ausgedrückt werden:

  • Absolute Feuchtigkeit (die in einem m3 enthaltene Wassermenge, gemessen in g

  • Spezifische Feuchtigkeit (die Menge Wasserdampf, gemessen in g, die in 1kg feuchter Luft enthalten ist

  • Mischungsverhältnis (die Menge Wasserdampf, gemessen in g, die in 1 kg feuchter Luft enthalten ist)

  • Relative Feuchtigkeit. Diese lässt sich in % ausdrückem. Sie ist gleich dem Verhältnis vom Dampfdruck des Wassers e zum maximalen Dampfdruck E multipliziert mit 100

Die in der Luft enthaltene Menge Wasserdampf ist proportional zum Dampfdruck. Daher bedeutet eine relative Feuchtigkeit von 65%, dass die Luft 65% von der Wassermenge enthält, die bei der gemessenen Temperatur die Sättigung der Luft bewirken würde. Ist die relative Feuchtigkeit gering, spricht man von trockener Luft, ist sie hoch dann handelt es sich um feuchte Luft.

Nur die relative Feuchtigkeit lässt sich direkt messen. Das geschieht mit dem noch verbreiteten Haar-Hygrometer. Die Technik bietet auch andere Systeme an.

Eine aufsteigende Luftmasse mit einer bestimmten Luftfeuchtigkeit kühlt sich bis zum Komndensationsniveau mit 1°C/100 m ab. Steigt sie weiter, kühlt sie sich mit 0,5°/100 m ab. Die sich abkühlende Luftmasse dehnt sich wegen des geringeren Umgebungsdruckes aus. Die Expansion führt zu einer Abkühlung. Diese reduziert die Wasseraufnahme, Der effektive Wassergehalt bleibt vorhanden. Somit wird die aufsteigende Luft relativ feuchter. Wenn sie 100% rel. F erreicht hat, beginnt der der Wasserdampf zu kondensieren. Es entstehen feine Wassertröpfchen. Aus Distanz erkennen wir eine Wolke.


Absolut reines Wasser kann weit unter den Gefrierpunkt abgekühlt werden, ohne zu gefrieren. Es herrscht ein instabiler Zustand: die Unterkühlung. Eine Erschütterung oder der Kontakt mit einem kleinen Kristall oder einem Schmutzpartikel, die zu einem Kristallisationskern werden, genügen um die Erstarrung sofort auszulösen. Das ist u.a. der Grund für die Kondensstreifen, die Jets in grossen Höhen auslösen. Die Abgase der Triebwerke scheiden feine Russpartikel aus, die zu Kristallisationskernen werden. Die weissen Strichfe am Himmel dienen also nicht den Engelchen, damit sie auch mal auf den "Strich" gehen können...
Gefährlich wird es, wenn ein Flugzeug in Wolken, die mit stark unterkühlten Wassertröpfchen fliegt, dann wird das Flugzeug zum Kristallisationskern und die Vereisung beginnt. Die Vereisung kann Profilveränderungen nach sich ziehen, den Schwerpunkt verlagern oder Ruder blockieren. Wassertröpfchen in einer Wolke können bis -40° C unterkühlt sein!

 

Kennt man den Zustand der Luft (Zustandskurve) und den Taupunkt, so lassen sich mittels des Emagrammes Thermikbeginn, Wolkenbasis, Aufwindstärken etc. im Tagesverlauf ziemlich genau abschätzen. Es ist auch möglich, die Wolkenentwicklung (Ausbreitungen) heraus zu lesen. Segelflieger sind immer auch kleine Meteorologen. Ihr näheres Umfeld können sie meist recht gut beurteilen. Daher können sie oft eine "Wetterprothese" in eine brauchbare Prognose für ihre Zwecke umwandeln. Die Flieger stellen jedoch keine Konkurrenz für Herrn Bucheli von SF-Meteo dar! Im Gegenteil, seine Ausführungen sind im Vorfeld der eigentlichen Flugvorbereitungen wichtig! "Schönes Wetter bedeutet für eine Segelflieger etwas anderes als für einen Touristen. Während der Tourist "Grand beau", ohne jegliche Wolken und grosse Fernsicht wünscht, will der Segelflieger eine labile Luftmasse haben, die Schönwetter-Cumuli erzeugt, unter denen in regelmässigen Abständen Aufwinde zu finden sind, mit deren Hilfe grosse Strecken zurück gelegt werden können. Für Ihn ist gutes Segelfflugwetter wichtig.

 

Flugweg eines Segelflugzeuges
Quellen: "Flugwetterkunde" Willy Eichenberger, "Meteorologie für Segelflieger" C.E. Wallington, "Meteorologie für Piloten" K.H. Hack

04 Der Überfall in Nidwalden im Jahre 1798

Fortsetzung von 03 Der Überfall in Nidwalden 1798

Magnuskapelle auf dem Allweg

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Feinstaubbelastung

Wir lesen derzeit in den Tageszeitungen, dass die Feinstaubbelastung (PM2,5) in Raucherlokalen besonders hoch sei. Sollte sich der der Nationalrat gegen einen wirksamen Schutz vor dem Passivrauchen aussprechen, droht die Lungenliga mit einer Volksinitiative.

Nachrichten .ch : ...Hohe Feinstaubbelastung in Raucherlokalen...
News.ch: ... dito...
Presseportal: ...dito...
usw.

Ich finde es gut, wenn dem Feinstaub der Kampf angesagt wird. Wenn schon, dann aber konsequent!

Sieht man sich im Strassenverkehr oder besonders auf Baustellen ein bisschen um, dann bekommt man leicht den Eindruck, dass LKW's, und PKW's mit Dieselmotoren und Baumaschinen kaum je auf die richtige Gemischeinstellung geprüft werden.... oder sie werden für die Prüfung entsprechend eingestellt und danach auf die „optimalen Werte“ zurückgestellt. Wie ich weiss, werden die geprüften Einstellungen nicht plombiert! Es kann also jedermann jederzeit an der Einstellung manipulieren.

Der Gesetzgeber hat Normen festgeschrieben. z.B. MAK-Werte und Grenzwerte betreffend Feinstaub der SUVA

Genügen die nicht, müssten sie angepasst werden. Das wird eher nicht einfach sein, weil bestimmt entsprechende EU-Normen zu berücksichtigen sind. Aber der Gesetzgeber soll die von ihm festgelegten Grenzwerte periodisch überprüfen und zwar auch stichprobenweise an den Objekten und nicht nur am Schreibtisch mittels Messprotokoll-Kontrollen!

Wenn das alles so schlimm ist, und ich zweifle nicht daran, warum schicken wir unsere Kinder, die doch eine gesunde Luft dringend brauchen, in die Schulen, wo nachweislich der Feinstaub eben auch sehr hoch liegt?

Und warum rüsten wir unsere Küchen nicht mit Feinstaubfiltern aus, wo doch Konzentrationen bis 3000 Mikrogramm/m3 entstehen? Es ist mir nicht bekannt, dass der Beruf des Kochs eine besonders Lungen schädigende Arbeit wäre. Eine entsprechende Berufskrankheit ist mir unbekannt.

Das bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat in Schulen PM10-Konzentrationen von bis zu 313 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Lesen Sie mehr bei „Sackstark“: ...Basel, Annemarie Pfeifer (EVP) scheint überfordert...

Ist es abwegig, dass der Gedanke aufkommt, dass es weniger um den Feinstaub geht, als mehr darum, dass es sich um einen politischen Kraftakt handelt oder dass es um eine politische Profilierung geht? Es geht nicht darum, den Feinstaub generell zu reduzieren, sondern um das Rauchverbot.

 

Lesenswert:

UVEK: ...Feinstaub...

.
PM10 - Feinstaub tötet! Kein Diesel ohne Filter
.
Automobilrevue: ...Es gibt keine "schlechten" Filter...

TCS: ...PM10 und Partikelfilter...


«Einkaufen bis zum Umfallen»

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein - besingt Reinhard Mey seine Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Luftraum - einem Idealzustand. Dieser dauert solange es Treibstoff für Jets und Flugzeuge gibt. Für die Segelflieger, die Hängegleiter und die Gleitschirmflieger kann dieser Zustand wohl länger zu geniessen sein. Sie bringen ihr Fluggerät mit Muskelkraft oder mit einer Elektrowinde in ein Gebiet der Aufwinde - Flug mittels Muskel- und Solarkraft... Wenden wir uns der neuen Lektion von Stephan Martis kleinem Finanzseminar zu:
Weltweit soll der Wohlstand erhöht werden - so will es die UNESCO. Die Frage ist nur, ob uns Wohlstand wirklich glücklicher und reicher macht.
Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.
Clive Hamilton weiss, dass wir einiges falsch machen - ich zitiere einige Passagen aus dem Beitrag «Einkaufen bis zum Umfallen» aus dem GDI IMPULS Herbst 2007 - nicht ganz billig, aber den Preis mehr als wert.
- Im Gleichschritt mit der Verschuldung wurde Shopping zur Freizeitbeschäftigung ganzer Nationen.

- Einkaufen bis zum Umfallen.

- Wir sind einem ständigen Druck ausgesetzt, uns zu besseren, schlankeren, reicheren, gebildeteren Personen zu entwickeln.

- Doch ebenso, wie unser Materialismus zunimmt, verarmen unsere persönlichen Beziehungen.

- Aber selbst, wenn sie die angestrebeten finanziellen Ziele erreichen, sind sie keineswegs zufrieden.

Shopping ist Ausdruck von Inhaltsleere - und der Versuch, sie zu bekämpfen.

- Wichtiger, als mehr zu haben, ist es, mehr als die anderen zu haben.

- Bemerkenswerterweise geben dagegen zwanzig bis dreissig Prozent der Befragten aus den tieferen Einkomensschichten an, dass sie sich tatsächlich alles Nötige leisten könnten.

- Die Bürger der reichen Länder geben mehr Geld für Haustiere als für Entwicklungshilfe aus. (Anm.: haben sie etwas anderes erwartet?)

- Das Konsumverhalten erreicht ungeahnte Stadien der Absurdität, aber die wenigsten von uns wollen das sehen.

- Menschen, die nach äusseren Belohnungen streben, neigen zur Depression.

- ... was die Unglücklichen von den Glücklichen unterscheidet, besteht darin, ob sie in ihrem Leben einen Sinn und Zweck sehen.
Und das Fazit:
- Die Ironie darin, dass jene, die sich einem Leben in grösstmöglichem Reichtum verschreiben, höchstwahrscheinlich immer unzufrieden sein werden.

- Alles in allem zeigt sich, dass das Streben nach Geld, Rum und Schönheit zu einer tieferen Lebensqualität führt als jenes nach Beziehungen, Selbstvertrauen und Gemeinschaftswohl.

- Da ab einem bestimmten Punkt mehr Einkommen nicht zu mehr Wohlbefinden führt, lenkt uns die nationale Obsession für Wirtschaftswachstum von jenen Dingen ab, die unser Leben tatsächlich verbessern würden.

- Der Weg zu einem reicheren und erfüllteren Leben besteht darin, sich einer übergeordneten Sache zu widmen.

Anders gesagt. Die Konsumgüterindustrie wird nicht zurück gehen. Oder ironisch gesagt: Es lebe die Wegwerfgesellschaft.

Da verlässt einer die Begrenztheit...

 


"Über den Wolken" (höre: Reinhard Mey, odh)
... über den Wolken wird die Freiheit wohl grenzenlos sein ... oder sind sie eher der Tipp, der den Genuine Progress Indicator (GPI) sinken lässt oder den Life Satisfaction Index (LSI) nicht steigern kann ...
  • Vor zwei Jahren erschienen: Steuern - ein leides Thema, besonders wenn man den Immobiliensektor verfolgt. - steuerlich gesehen gibt es demnächst wieder eine tolle Sparmöglichkeit - fragen sie uns. Ganz legal. Bevor sie anrufen, lesen sie noch einmal den obigen Beitrag.
  • Vor drei Jahren erschienen: Meldung über Meldung aus den USA - (Anm. persönliche Warnung an Sa - nicht lesen

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - eigenständig, unabhängig, langfristig

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